14.10.2019 16:09
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Deutschland
Eiben-Vergiftung - 4 Kühe tot
Unbekannte haben südlich von Braunschweig (D) illegal Gartenabfälle entsorgt. Vier Kühe der seltenen Rasse "Harzer Rotes Höhenvieh" haben die giftigen Eiben-Zweige gefressen und sind verendet.

Gemäss Angaben der Polizei haben die Unbekannten am Wochenende in der Nähe von Lautenthal Zweige von Eibe, Ahorn, Birke, Funkie, Koniferen und Obstbäumen, deren Rinde gelben Pilzbefall aufwies, entsorgt.

Die Kühe haben die Eibe-Zweige gefressen und verendeten. Eine Obduktion habe ergeben, dass das Gift der Eiben dafür verantwortlich war, so die Polizei. Das Rote Harzer Höhenvieh gehört zu den vom Aussterben bedrohten Nutztierrassen. Der Sachschaden beträgt rund 7000 Euro (7700 Franken).

Die Eibe zählt zu den immergrünen Nadelbäumen. Sie kann bis zu 15 Metern hoch werden. Die Nadeln machen die Eibe aber giftig. In ihnen ist das gefährliche Gift Taxin enthalten. Schon der Verzehr weniger Nadeln oder Samen kann ausreichen, um schwere Vergiftungserscheinungen hervorzurufen. Frisst ein Rind rund 500 Gramm Nadeln, hat es die tödliche Menge eingenommen. 

Sobald die Dosis eingenommen wurde, dauert es zwischen 30 bis 60 Minuten bei Pferden und bei Kühen bis zu zwei Tagen, bis die tödliche Wirkung einsetzt. „Kühe sind ja Wiederkäuer, und erst wenn die Nadeln vollständig zerkaut wurden, wirkt das Gift“, sagte Walter Biesenbach, Veterinär-Pathologe, zur Süddeutschen Zeitung.

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