Dienstag, 28. September 2021
31.07.2021 10:44
Klima

Ein sehr nasser und kühler Juli

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Von: lid/blu

Der Juli 2021 war insgesamt aussergewöhnlich nass und zählt in der Nordschweiz zu den fünf niederschlagsreichsten Monaten seit Messbeginn. Gegen Monatsmitte kam es an mehreren Flüssen und Seen zu Hochwasser und Überschwemmungen. Erst auf das letzte Julidrittel hin gab es in der ganzen Schweiz einige Tage mit sonnigem Sommerwetter.

Nach den zwei regenreichen Monaten Mai und Juni seien in der ersten Julihälfte abermals grosse Regenmengen und vielerorts Hagel gefallen, fasst das Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie MeteoSchweiz in einer Mitteilung zusammen.

Niederschlagssummen schweizweit 180% der Norm

Gegen Monatsmitte habe es in der Folge an mehreren Flüssen und Seen Hochwasser und Überschwemmungen gegeben. Im letzten Julidrittel habe es zwar in der ganzen Schweiz einige Tage mit sonnigem Sommerwetter gegeben, bevor der Juli erneut nass zu Ende gegangen sei: Besonders im Tessin und der Innerschweiz kam es wiederum zu starken Regenfällen und Überschwemmungen.

Der Juli 2021 zählt laut MeteoSchweiz in der Nordschweiz zu den fünf niederschlagsreichsten Monaten seit Messbeginn. Ausser in Südbünden überstiegen die Niederschlagssummen schweizweit 180% der Norm 1981-2010. An zahlreichen Stationen wurden langjährige Niederschlagsrekorde deutlich übertroffen. Die grossen Niederschlagsmengen in dieser ersten Julihälfte sorgten dafür, dass vor allem in den zentralen Gebieten der Schweiz lokal der nasseste oder einer der nasseste Julimonate seit Messbeginn verzeichnet wurde.

Julitemperatur um -0,3 °C unter der Norm

Die mittlere Schweizer Julitemperatur habe mit rund 14 °C um -0,3 °C unter der Norm 1981−2010 gelegen. Auf der Alpensüdseite habe sich die Temperatur im Bereich der Norm bewegt. In der kühlen Meeresluft lag die Tagesmitteltemperatur vom 1. bis zum 17. Juli beidseits der Alpen meist unter der Norm 1981−2010. Auf der Alpennordseite blieb die Tagesmaximum-Temperatur an mehreren Tagen unter 20 °C oder stieg nur knapp darüber. 

Vom 17. bis am 23. Juli dehnte sich ein Hochdruckgebiet von den Britischen Inseln nach Mitteleuropa aus. Die Sommersonne zeigte sich zunächst in der Westschweiz, im Wallis und im Tessin, ab dem 19. Juli auch in der Ostschweiz. Vereinzelt traten in dieser Phase weiterhin lokale Schauer und Gewitter auf. Auf der Alpennordseite gab es ab dem 18. Juli Sommertage mit Tageshöchstwerten von 25 °C oder höher, die Hitzemarke von 30 °C wurde hier bis auf wenige lokale Ausnahmen (Buchs, Aigle) aber knapp nicht erreicht.

Die grossen Niederschlagssummen in kurzer Zeit fielen auf ein bereits gefülltes hydrologisches System. Die Monate Mai und Juni mit anhaltender Niederschlagstätigkeit brachten in weiten Gebieten der Schweiz zum Teil deutlich überdurchschnittliche Niederschlagssummen. «Zusätzlich gab in den Hochalpen im sehr milden Juni eine kräftige Schneeschmelze. Mit den zusätzlichen grossen Juli-Niederschlagsmengen kam es schliesslich an mehreren Seen und Flüssen auf der Alpennordseite zu Hochwasser und Überflutungen», schreibt MeteoSchweiz.

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