5.09.2018 08:05
Quelle: schweizerbauer.ch - Mike Bircher
Blog
Endspurt vor den SwissSkills
Unser Blogger Mike Bircher aus Wölflinswil AG tritt nächste Woche in Bern an den SwissSkills an. Er misst sich mit 35 andere Kandidaten und versucht, bester Landwirt zu werden. Bis zu den Meisterschaften schreibt er alle zwei Wochen einen Blog über seine letzten Tage als Lehrling und über seine Vorbereitung auf die Meisterschaften.

Schon in einer Woche ist es soweit. Am 12. September gilt es für mich ernst. Und mein Ziel ist klar: Ich möchte den Final, der am 15. September stattfindet, erreichen. Um uns optimal vorzubereiten, werden wir von der Berufsschule Liebegg und durch Berufsbildner tatkräftig unterstützt. Am 28.8. hatten wir den ersten Übungstag an der Liebegg. Am Morgen durften wir uns zuerst mit dem Final-Posten "Marktstand" auseinandersetzten.

Marktstand einrichten

Uns wurde anhand von positiven und negativen Beispielen gezeigt, wie man einen Marktstand einrichten sollte und wie man ihn attraktiv macht. Auch die Lebensmittelgesetzte und Preise durften nicht fehlen. Anschliessend durften wir selber einen Marktstand einrichten. Dabei haben wir gemerkt, dass es gar nicht so einfach ist, einen attraktiven Marktstand in der vorgegebenen Zeit zu gestallten.

Am Nachmittag war dann das Thema "Pflanzenernährung und Bodenzusammensetzung" am Start. Im Gegensatz zum Marktstand, sind das zwei Themen, denen wir während der ganzen Ausbildung regelmässige begegnet sind. Wir berechneten die Düngung für eine Parzelle, analysierten den Boden auf den Tongehalt mit Hilfe der Fühlprobe und befassten uns mit der Kalkdüngung.

Melkablauf

Anfangs merkten wir schnell, dass wir so richtig aus dem Schulrhytmus gefallen sind. Doch nach ein paar Übungen löste sich der Rost im Gedächtnis und der ganze Düngerplan erschien wieder logisch. Nach einem spannenden und hilfreichen Vorbereitungstag an der Liebegg, durften wir zuletzt weiter zur Vianco in Brunegg. Dort konnten wir viel Fachwissen über die CHTAXierung auffrischen. Am Tag darauf nahmen wir einen weiteren Lernnachmittag in Angriff. Auf der Liebegg befassten wir uns mit dem Investitions- und Finanzierungsplan, sowie mit einem Teilbudget. Dieses Thema fiel mir sehr einfach, da es mir von der Schule noch präsent war.

Nach der Theorie folgt die Praxis: Bei Christian Hauri, dem Vater von David Hauri (auch Swissskills-Teilnehmer für den Aargau), schauten wir das Melken an. Wir gingen Schritt für Schritt nochmals den ganzen Melkablauf durch. Wir achteten zum Beispiel genau auf die Zeit vom Vormelken bis zum Anhängen des letzten Zitzenbechers. Dies sollte nicht länger als 60 Sekunden dauern. Auch sehr wichtig ist, dass man beim Vormelken, Euterputzen und Aggregatanhängen die Richtige Zitzenreihenfolge befolgt. Dabei merkte ich sehr gut, wie ich mich bisher beim Melken an eine Reihenfolge, bzw. einen Ablauf gewöhnt habe, der für mich optimal war, den ich mir für die SwissSkills jedoch wieder abgewöhnen muss.

Sämaschinen-Abdrehen

Zu guter Letzt schlossen wir den Lernnachmittag mit dem Abdrehen der Sämaschine bei Lüscher Ueli und Adrian ab. Ich bin sehr froh, dass wir an der Liebegg nochmals die Theorie und bei den Berufsbildnern und an der Vianco die Praxis nochmals anschauen konnten. Zwar hatten wir alles bereits in der Ausbildung. Doch als Auffrischung fand ich die Stunden sehr hilfreich.

Nun werde ich zu Hause die Theorie weiter üben, um dann an den SwissSkils mein Bestes zu geben. Ich habe ein gutes Gefühl und fühle mich, bis auf kleine Unsicherheiten, die ab und zu auftreten, bereit für die Swissskils. Ich denke, bis am nächsten Mittwoch werden diese Unsicherheiten auch noch verschwunden sein.

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