17.12.2012 13:03
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Thurgau
Entschädigung nicht bezahlt – werden Pferde versteigert?
Das Ehepaar Attinger liegt im Clinch mit einer Pferdehalterin. Diese hatte ihre 13 Tiere in deren Pension füttern und pflegen lassen, ohne dafür eine Entschädigung zu zahlen. Das Bezirksgericht Weinfelden TG hat nun eine Lösung erreicht.

Die vergangenen Monate waren für Ursula und Werner Attinger ein Albtraum. Wie die „Thurgauer Zeitung“ in ihrer Freitagsausgabe berichtete, hat das Ehepaar seit Monaten elf Fohlen und zwei Hengste in ihrer Pension unterhalten, ohne dass die Besitzerin diese für ihren Aufwand entschädigte.

Der Richter machte nun dem traurigen Schauspiel ein Ende. In einem Vergleich wird die Besitzerin aufgefordert, die Ausstände von 26'000 Franken bis heute Montag auszugleichen und die Tiere bis am kommenden Donnerstag an einen anderen Ort zu bringen. Folgt die Angeklagte den Anordnungen des Gerichts nicht, haben die Attingers das Recht, die Tiere zu versteigern.

Die Besitzverhältnisse der Tiere sind aber noch nicht restlos geklärt. Die Frau brachte Kopien von neun Pferdepässen mit auf das Gericht, die belegen, dass sie die Besitzerin dieser Tiere ist. Wem die übrigen zwei Fohlen und die zwei Hengste gehören, ist nicht geklärt. Im Raum stehen die Tante und ein ehemaliger Lebenspartner der Frau.

Attingers hoffen nun, dass die Sache ein Ende findet. Diese wollen die Tiere nach einem halben Jahr „Terror und Frieden“ unbedingt loswerden. Sie zählen nun darauf, dass die Besitzerin sie für ihren Aufwand entschädigt und die Tiere umplatziert werden, denn eine Versteigerung ist nicht im in ihrem Sinne.

Das dürfte jedoch nicht so einfach werden. Die Besitzerin sagt nicht, wo sie die Pferde hinbringen will. Und noch gravierender, ihr wurde ein landesweites Pferdehalteverbot auferlegt, weil sie in Gossau 22 Tiere verwahrlosen liess. Sie muss sich nun vor Gericht wegen Widerhandlung gegen das Tierschutzgestz verantworten.

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