5.11.2019 10:20
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Umweltkatastrophe
Erdbeben im Wallis
Ein leichtes Erdbeben hat in der Nacht auf Dienstag das Zentralwallis erschüttert. Das Epizentrum lag unweit des Sanetschpasses nördlich von Sitten. Beim Erdbebendienst der ETH gingen in der Folge Dutzende Meldungen von Menschen über die Erschütterung ein.

Das Beben ereignete sich um 1.54 Uhr mit einer Magnitude von etwa 3,3 auf der Richterskala in einer Tiefe von 5,3 Kilometern, wie der Schweizerische Erdbebendienst an der ETH Zürich (SED) mitteilte. In einer ersten automatischen Meldung war eine Stärke von 3,4 angegeben.

Das Erdbeben dürfte in der Nähe des Epizentrums deutlich verspürt worden sein. Bei der Walliser Kantonspolizei gingen in der Nacht keine Meldungen über Schäden ein, wie ein Sprecher auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA sagte.

In der Schweiz kommt es immer wieder zu meist kleineren Erdbeben. Für das laufende Jahr zählte der SED bislang rund 1200 Erdstösse. Von der Bevölkerung tatsächlich verspürt werden pro Jahr etwa 10 bis 20 Beben mit Magnituden ab etwa 2,5.

Region mit höchster Gefährdung

Insgesamt liegt die Erdbebengefährdung der Schweiz im europäischen Vergleich auf mittlerem Niveau. Starke Erdbeben bis zu einer Magnitude 7 sind möglich, aber deutlich seltener als in hoch gefährdeten Gebieten wie Italien oder der Türkei.

Das Wallis ist die Region mit der höchsten Gefährdung, gefolgt von Basel, Graubünden, dem St. Galler Rheintal, der Zentralschweiz und der übrigen Schweiz.

SCHWEIZER BAUER
BEKANNTSCHAFTEN
DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE