15.12.2017 09:11
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Unwetter
Erdrutsche und Hochwasser
Stürmisches Wetter und Niederschläge haben in den Kantonen Bern und Luzern in der Nacht auf Freitag die Einsatzkräfte beschäftigt. Es kam zu Stromausfällen und Erdrutschen. Bei Emmen LU machte Hochwasser zudem Strassen unpassierbar.

Vom Stromausfall betroffen waren rund 7000 Haushalte im Entlebuch, dem Michelsamt und dem Seetal, wie die Centralschweizerischen Kraftwerke (CKW) mitteilten. Stürmische Winde und der Schneefall hätten zum Ausfall von mehreren Mittelspannungsleitungen geführt. Erste Störungen seien kurz vor Mitternacht aufgetreten.

Strassen gesperrt


Auf der Strasse zwischen Entlebuch und Schachen ging ein Erdrutsch bei Schachen nieder. Die Renggstrasse sei vorerst unpassierbar, sagte der Sprecher der Luzerner Polizei auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Personen seien keine zu Schaden gekommen. Die Feuerwehr sei vor Ort. Wie lange die Sperrung dauert, war zunächst unklar.

Ein weiterer Erdrutsch sei bei Obernau zwischen Malters und Kriens gemeldet worden. Die Strasse sei aber passierbar. Zudem seien verschiedene Strassen vereist. Grosse Wassermengen sorgten auch in der Vorortsgemeinde Emmen für Probleme. Die wegen Hochwasser zeitweilig gesperrte Hauptstrasse zwischen Waldibrücke und Emmen ist mittlerweile wieder offen. Gesperrt war dagegen noch die parallel verlaufende Strasse westlich des Flugplatzes.

80 Unwettermeldungen in Bern

Die Berner Kantonspolizei bekam zwischen Donnerstagabend, 18 Uhr, und Freitagmorgen rund 80 Unwettermeldungen, wie sie via Twitter mitteilte. Dies vor allem aus dem Mittelland, dem Emmental, dem Oberaargau, dem Berner Jura und dem Seeland. Verletzt wurde niemand. Laut der Internetseite der BKW ist im Raum Thun und im Emmental an mehreren Orten der Strom ausgefallen. Und der TCS meldet wegen Lawinengefahr eine Strassensperrung im Gantrischgebiet. Zwischen Sangernboden und der Gurnigelpasshöhe ist die Kantonsstrasse bis auf Weiteres nicht passierbar.

Wie der Wetterdienst Meteonews schreibt, brachte eine Kaltfront ausgehend von Sturmtief Zubin besonders im Flachland und entlang der Voralpen grössere Niederschlagsmengen von verbreitet 30 bis 40 Litern pro Quadratmeter. Dabei schneite es teils bis in tiefe Lagen. Zudem stürmte es in der Nacht laut Angaben von SRF Meteo stark. Auf dem Pilatus bei Luzern wurden Böen bis zu 107 Kilometer pro Stunde gemessen. Im Flachland am kräftigsten blies es bei Mühleberg BE mit Tempo 102.

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