9.02.2020 13:46
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Wetter
Erste Ausfälle wegen Orkantief
Wegen des Orkantiefs «Sabine», das einigen europäischen Ländern «Ciara» genannt wird, kommt es im Nordwesten Europas zu zahlreichen Ausfällen im Flug- und Bahnverkehr.

Der niederländische Flughafen Amsterdam-Schiphol strich wegen des Orkantiefs rund 120 Starts und Landungen. Betroffen seien Flüge der Unternehmen KLM, British Airways, Easyjet und Lufthansa, teilte ein Flughafensprecher mit. Weitere Annullierungen sowie Verspätungen könnten hinzukommen. Amsterdam-Schiphol ist eines der wichtigsten Drehkreuze im internationalen Luftverkehr. 

Flüge und Züge ausgefallen

In Grossbritannien wurden für Sonntag dutzende Flüge abgesagt oder verspäteten sich. Die britische Fluggesellschaft British Airways bot Reisenden von oder nach den Londoner Flughäfen Heathrow, Gatwick oder London City an, ihre Flüge umzubuchen. Auch die Fluggesellschaft Virgin Atlantic setzte mehrere Flüge von Heathrow aus. Zudem kam es zu Verspätungen und Ausfällen der Schiffsverbindung zwischen Calais und Dover. Die britische Eisenbahngesellschaft riet Fahrgästen wegen des Sturms von Zugreisen ab.

Mehrere Veranstaltungen fielen dem Orkan zum Opfer. In London fiel ein Zehn-Kilometer-Lauf mit erwarteten 25'000 Teilnehmern aus, zahlreiche Parks wurden geschlossen. Zudem erwartet die britische Wetterbehörde Schäden an Gebäuden und Stromausfälle sowie Überschwemmungen. Am Flughafen von Brüssel wurden wegen des Sturmtiefs rund 60 Starts und Landungen abgesagt. Die deutsche Fluggesellschaft Lufthansa strich Verbindungen zwischen Brüssel und München sowie Frankfurt am Main. Die Lufthansa-Tochter Eurowings sagte Flüge zwischen Stuttgart und Brüssel ab.

Warnung vor Überschwemmungen

In Irland warnten die Wetterbehörden vor Überschwemmungen in Küstennähe. In der westlichen Stadt Galway wurde eine Veranstaltung zur europäischen Kulturhauptstadt 2020 bereits am Samstagabend abgesagt.

Auch in Frankreich, wo der Sturm wie in Grossbritannien und den Niederlanden «Ciara» genannt wird, warnte der Wetterdienst vor Überschwemmungen und Sturmschäden. In den Vogesen wurden Windgeschwindigkeiten von bis zu 140 Stundenkilometern erwartet. Die Behörden rieten davon ab, in Wälder zu gehen und Autos unter Bäumen zu parken.

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