4.01.2018 18:07
Quelle: schweizerbauer.ch - sda/blu
Hochwasser
Erste Flüsse treten über die Ufer
Die starken Regenfälle vom Donnerstagmorgen haben in der Region Nyon (VD) zu Überschwemmungen geführt. Rund 60 Feuerwehrleute standen im Einsatz. Auch das Gelände und das Gebäude des Paléo Festivals wurden überschwemmt.

Die Feuerwehrleute des Bezirks Nyon-Dôle mussten hauptsächlich an zwei Orten ausrücken, weil die Flüsse Boiron und Asse wegen der starken Regenfälle über die Ufer traten. Sie brachten an mehreren Stellen Sandsäcke aus und installierten schwimmende Sperren. Das Wasser drang aber trotzdem in mehrere Häuser und Lagerschuppen ein. Betroffen waren auch einzelne Gebäude des Paléo Festivals.

Die Feuerwehr musste insgesamt rund 30 Mal ausrücken, um Keller und Waschküchen auszupumpen. Die Schäden scheinen sich auf den ersten Blick aber im Rahmen zu halten, wie ein Sprecher der Feuerwehr sagte. Verletzte waren nicht zu beklagen. Im Verlauf des Nachmittags nahm die Stärke der Regenfälle etwas ab. Weil für den Abend aber neue Regenfälle vorausgesagt wurden, wurde das Dispositiv aufrecht erhalten.

Auch in anderen Regionen dürfte sich die Lage verschärfen. Der Rhein in den Kantonen Aargau, Zürich und Baselland könnte an exponierten Stellen über die Ufer treten. Die Gemeinde Wallbach AG am Rhein baut an den gefährdeten Uferzonen mobile, orangefarbene Wasserschutzelemente («Beaver»-Schläuche) auf. Die starken Niederschläge führten zu einem erhöhten Überschwemmungsrisiko, wie der kantonale Führungsstab am Donnerstag mitteilte. Im Kanton Aargau weisen vor allem Aare und Rhein hohe Pegelstände auf. Für den Rhein gilt eine erhebliche Hochwassergefahr (Gefahrenstufe 3) und für die Aare eine massige Gefahr (Gefahrenstufe 2).

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