19.04.2013 17:43
Quelle: schweizerbauer.ch -
ESAF
ESAF 2013 auf schweizerbauer.ch
Das Eidgenössische Schwing- und Aelplerfest (ESAF) 2013 vom 30. August bis zum 1. September 2013 ist Geschichte. Erleben Sie hier auf schweizerbauer.ch noch einmal die schönsten Momente und lesen Sie die grossen und kleinen Geschichten rund ums ESAF.

Das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest  in Burgdorf ist in jeder Hinsicht zu einem Heimspiel der Berner  geworden. Neuer Schwingerkönig ist der 27-jährige Lokalmatador  Matthias Sempach. Sempach ist nur sechs, sieben Kilometer von der Schwingerarena  in Burgdorf aufgewachsen. Für ihn sei heute ein Bubentraum in  Erfüllung gegangen, sagte der Alchenstorfer unmittelbar nach die  Sieg. Dann musste der neue König den Tränen der Freude und  Erleichterung freien Lauf lassen.

Als fairer Verlierer erwies sich der Zweitplatzierte, der  Seeländer Christian Stucki. Nach seiner Niederlage umarmte er  seinen Bezwinger herzlich und verabreichte ihm ein «Müntschi» auf  den Kopf. Freude und Enttäuschung hielten sich bei ihm die Waage. Die Berner Schwinger dominierten das sportliche Geschehen von  allem Anfang an. Einzig der Titelverteidiger, Kilian Wenger, musste  sich früh das Sägemehl vom Rücken klopfen lassen.

Friedliche, fröhliche Stimmung - Wunsch auf Rückbesinnung

Tausende Fans und Festplatzbesucher erlebten in- und ausserhalb  der Schwingerarena ein gemütliches, friedliches und frohes Fest. Zu  nennenswerten Problemen oder Zwischenfällen kam es nicht. Einzig  die Wespen erwiesen sich immer wieder als Spielverderber. Das «Eidgenössische» in Burgdorf mit rund 300'000 Zuschauerinnen  und Zuschauern, einer Arena für über 50'000 Personen und einem  25-Millionen-Budget.

Bundespräsident Ueli Maurer zeigte sich in seiner  Festansprache überzeugt, dass man einen Weg finden werde. Den  Schwingern, wie dem ganzen Land riet Maurer,  sich auf Werte und  Wurzeln zu besinnen und mit Weitsicht zu handeln.

Sympathische Gastgeber

Das Emmental gilt als eine der Wiegen des Schwingsports.  Dementsprechend stolz war das Burgdorfer Organisationskomitee, dass  die Region erstmals in der Geschichte ein «Eidgenössisches»  ausrichten durfte. OK-Präsident Andreas Aebi zog am Sonntagabend eine positive  Bilanz des Anlasses. Er sei tief beeindruckt, sagte Aebi. Alles sei  ohne nennenswerte Zwischenfälle über die Bühne gegangen. Auch die  An- und Abreise der Schwingerfans sei gut verlaufen, und das im  Vorfeld oft prophezeite Verkehrschaos sei ausgeblieben, doppelte  der Geschäftsführer des Anlasses, Patrick Sommer, nach. «Wir sind  rundum zufrieden», so das Fazit der Veranstalter.

Auch die Kantonspolizei Bern zog am Sonntagabend eine positive  Bilanz und teilte mit, dass die Santiätspolizei 1500 Personen  versorgen musste - mehrheitlich wegen der Wespenstiche, wegen  Schnitt- und Sturzverletzungen sowie übermässigen Alkoholkonsum. 60  Personen mussten ins Spital gebracht werden.

400 Extrazüge

Das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest in Burgdorf begann am  Freitag mit einem farbenfrohen Umzug. Am Samstag und am Sonntag  standen die Wettkämpfe im Mittelpunkt; die Nacht gehörte jeweils  den Festfreudigen.

Über die drei Tage hinweg transportierten SBB und BLS 109'000  Personen in 400 Extrazügen zum Schwingfest und wieder nach Hause.  680 Busse wurden eingesetzt und es kam nur zu wenigen Verspätungen,  wie SBB-Sprecher Reto Schärli erklärte. Und er wand den  Schwingfestbesuchern ein Kränzchen: Sie seien sehr angenehme und  rücksichtsvolle Passagiere gewesen. Das nächste «Eidgenössische» findet in drei Jahren in  Estavayer-le-Lac FR statt.

Die ersten Schwinger sind um 7.45 Uhr bereits im Einsatz.
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