26.08.2016 12:26
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Schwingfest
ESAF: Hornusser eröffnen Anlass
Das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest in Estavayer-le-Lac nimmt Fahrt auf. Am Freitagvormittag wurde das Festgelände eröffnet. Am frühen Nachmittag stehen bereits die ersten Hornusser im Ries zum «Anhornussen».

Um 17 Uhr geht in der 50'000-plätzigen Broye Arena die offizielle Eröffnungsfeier über die Bühne. Diese ist eine Premiere in der Geschichte der Eidgenössischen Schwing- und Älplerfeste, wie die Veranstalter mitteilten. Im Land von «Poya» (Alpaufzug) und «Bredzon» (Sennenkutte) werden die Zuschauer eine Vielzahl an Freiburger Traditionen zu sehen bekommen.

Hitzewelle

Die Feier ist zudem für die meisten Zuschauer die einzige Gelegenheit, die grosse Arena von innen zu Gesicht zu bekommen. Die Plätze für die Schwingwettkämpfe sind seit langem ausverkauft. Wer kein Ticket ergattern konnte, kann die Wettkämpfe auf dem Festgelände auf Grossleinwänden mitverfolgen.

Gefragt sein werden am Wochenende aber nicht nur Grossleinwände, sondern vor allem Schattenplätze. Das Wochenende wird sommerlich heiss. Auf dem 90 Hektar grossen Festplatz gibt es rund 18'000 schattige Plätze, zahlreiche Sonnenschirme und gedeckte Kantinen, wie die Veranstalter mitteilen. Sie empfehlen den Besuchern, genügend Flüssigkeit zu sich zu nehmen und sich vor der Sonne zu schützen.

Verkehrswelle

Etwas Sorgen bereitet den Veranstaltern der An- und Abreiseverkehr der erwarteten 250'000 Schwingfestbesucher. Die Organisatoren raten zur Anreise mit verschiedenen Transportmitteln. Ab verschiedenen Orten der Schweiz fahren Sonderzüge ans Schwing- und Älplerfest. Die Platzreservationen lagen bisher allerdings klar unter den Erwartungen.

Von den Ankunftsbahnhöfen der Region verkehren Shuttle-Busse zum Festgelände. Dort wird nebst den sportlichen Wettkämpfen im Schwingen, Hornussen und Steinstossen auch viel Unterhaltung mit Konzerten und ein grosses Volksfest geboten.

Aufmarsch der «Bösen»

Am Samstagmorgen geht es erstmals und beizeiten mit den Schwingwettkämpfen los. Um 7.30 Uhr marschieren die «Bösen» in die Arena ein. Und schon greifen die ersten beim Anschwingen zusammen. Der eigentliche Höhepunkt ist der Schlussgang am Sonntagnachmittag. Dort wird der Schwingerkönig gekürt.

Der Festsieger führt traditionell als Preis einen Stier heim. Der schwarz-weisse Prachtskerl wartet bereits im Stall auf dem Festgelände in Estavayer auf seinen neuen Besitzer. Auf den Schwingerkönig wartet aber nicht nur das stattliche «Muneli» sondern, finanziell wohl weit stattlichere Werbeverträge.

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