31.08.2013 13:45
Quelle: schweizerbauer.ch - sda/bnd
Esaf
Esaf: Politiker als Gäste von Verbänden und Sponsoren
Unter den über 50'000 Zuschauern in der grossen Schwingfestarena in Burgdorf befinden sich auch zahlreiche Politiker. Viele von ihnen sind als Ehrengäste der Organisatoren und Verbände aber auch als Gäste von Sponsoren geladen.

Ob ein Politiker eine Einladung annimmt, liegt letztlich in seinem Ermessen und ist grundsätzlich auch nichts Anrüchiges. Im Vademecum der Bundesversammlung heisst es dazu, dass die Grenze zwischen dem Wahrnehmen sozialer Verpflichtungen und strafrechtlich relevantem Verhalten nicht scharf gezogen werden könne. Den Politikerinnen und Politikern wird jedenfalls zu grösster Sensibilität und Zurückhaltung geraten. 

Zweitages-VIP-Ticket kostet 1250 Franken

Ein Zweitages-VIP-Ticket kostet 1250 Franken, wie der Sprecher des «Eidgenössischen», Raphael Wild eine Meldung der Tageszeitungen «Tages-Anzeiger» und «Der Bund» vom Samstag auf Anfrage bestätigte. Sponsoren hätten die Packages für 1050 Franken haben können. Ehrengäste wie der Bundespräsident zahlten natürlich nichts, betonte Wild. 

Wie andere Sponsoren, hat beispielsweise auch die Brauerei «Feldschlösschen» zwei Politikerinnen zu Gast, wie Konzernsprecherin Bettina Sutter auf Anfrage sagte. Der Konzern habe am Sonntag Ständerätin Christine Egerszegi (FDP) sowie Nationalrätin Sylvia Flückiger (SVP) eingeladen. Die beiden Politikerinnen stammten aus dem Kanton Aarau, wo der Getränkekonzern seinen Sitz hat. Der Fokus bei derartigen Einladungen liege aber klar nicht bei den Politikerinnen und Politikern, sondern bei Kunden des Konzerns, sagte Sutter. 

Nach Angaben der «Feldschlösschen»-Sprecherin gibt es verschiedene VIP-Angebote. Dasjenige der beiden Aargauer Politikerinnen habe nur ein Bruchteil des Preises für ein Zweitags-VIP-Ticket gekostet. Wieviel der Konzern genau hingelegt hat, liess Sutter letztlich aber offen. 

Kaum Tickets im Verkauf 

Die Ticket- und Preispolitik am «Eidgenössischen» hatte im Vorfeld bereits verschiedentlich Kritik geerntet. 31'500 Plätze erhielt der Schwingerverband, der sie auf die Klubs verteilte. Ein Platz kostete zwischen 50 und 225 Franken. 

Der Rest, allen voran Zweitagespässe, gingen an Sponsoren, Gönner und Ähnliche. In den öffentlichen Publikumsverkauf kamen nur gerade 4000 Tickets, die innert kürzester Zeit weggingen. Wer keine Karte ergattern konnte, kann immerhin auf dem Festgelände das Geschehen kostenlos in der Public Viewing Zone mitverfolgen.

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