14.11.2017 09:41
Quelle: schweizerbauer.ch - ber
Frankreich
F: Irrtum um leere Butterregale
In diesen Tagen bleiben in zahlreichen Supermärkten in Frankreich die Butterregale leer. Dies, obwohl es eigentlich genug Butter gäbe. Grund dafür ist ein Preisstreit zwischen Butterproduzenten und dem Detailhandel.

In der gestrigen Sendung Eco berichtete das Schweizer Fernsehen SRF über eine Butter-Dramatik in Frankreich. Jahrzehnte lang klagten französische Bauern über grosse Buttermengen. Momentan wird "le beurre" bei den Franzosen aber knapp. Und dies, obwohl Frankreich mit 450’00 Tonnen pro Jahr der zweitgrösste Butterproduzent in Europa ist. Mit 8 Kilogramm Butter pro Kopf sind die Franzosen selber ganz klar Weltrekordhalter im Butterverbrauch.

Grossverteiler zahlen nicht genug

Seit der Milchquoten-Aufhebung der EU vor zwei Jahren lässt sich mit Butter kaum noch Geld verdienen, weiss SRF. Die aktuelle Butterknappheit gleicht nahezu einer nationalen Tragödie. Gerade jetzt, kurz vor Weihnachten versetzt es unter anderem auch die Bäcker in Angst. Butter gäbe es allerdings immer noch genug in Frankreich, auch wenn den Konsumenten in den Supermärken eine Knappheit kommuniziert wird.

Darauf machen nun französische Bauern mit spontanen Aktionen aufmerksam. Grund für die leeren Regale ist nämlich keine Knappheit, sondern Grossverteiler, welche nicht den gewünschten Preis an die Bauern zahlen.


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