30.09.2014 15:45
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Frankreich
F: Tausende nach Unwetter evakuiert
Nach schweren Unwettern haben sich in Südfrankreich etwa 4000 Menschen vor Überschwemmungen in Sicherheit bringen müssen. Die Stadt Montpellier stand am Dienstag weitgehend unter Wasser, das Rote Kreuz und das französische Militär stellten 1600 Notbetten zur Verfügung.

Der Fluss Lez, der in Montpellier am Montag über die Ufer getreten war und viele Strassen überschwemmt hatte, kehrte in sein Flussbett zurück, wie die Präfektur des Départements Hérault berichtete. Todesopfer waren nicht zu beklagen.

Übernachtung im Eisenbahnwaggon

Frankreichs Innenminister Bernard Cazeneuve erklärte die Gegend um Montpellier mit Dutzenden betroffenen Gemeinden am Dienstag zum Katastrophengebiet. Das soll unbürokratische Hilfe erleichtern. Rund 1500 Rettungskräfte waren im Einsatz, wie die Präfektur des Départements Hérault berichtete. In etwa 60 Gemeinden wurde die Lage als Naturkatastrophe eingestuft.

Hunderte waren vor dem steigenden Wasser in den Bahnhof von Montpellier geflohen oder übernachteten in Eisenbahnwaggons. Auch in Schulen, Sporthallen und in der Konzerthalle Zénith wurden Notunterkünfte eingerichtet. Die Präfektur hob hervor, dass andere Menschen von Hilfsorganisationen, der Armee und staatlichen Einrichtungen versorgt würden.

300 Millimeter Regen

In Montpellier fiel am Montag innerhalb weniger Stunden die Rekordmenge von 300 Millimeter Niederschlag - 300 Liter auf den Quadratmeter. Am Dienstag beruhigte sich die Wetterlage.

Erst vor zehn Tagen war die Region von Unwettern heimgesucht worden. Vier Menschen ertranken auf dem überfluteten Campingplatz von Lamalou-les-Bains.

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