1.04.2016 08:21
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Luzern
Fischsterben wegen Jaucheunfällen
Im Kanton Luzern kam es in den vergangenen Tagen zu zwei Gewässerverschmutzungen durch Jauche. Auf insgesamt drei Kilometern wurde dadurch der gesamte Bestand an Bachforellen vernichtet.

Der erste Vorfall ereignete sich gemäss Angaben der Kantonspolizei Luzern am vergangenen Samstag in Hergiswil bei Willisau. Ein Landwirt trug mit einem Schleppschlauch Jauche aus. Kurz nach 13 Uhr kam es zu einem Druckabfall. Mehrere Kubikmeter Jauche gelangten über Wiesland in den Fürbach. Das bedeutete auf einer Länge von zwei Kilometern das Todesurteil für die Bachforellen. Der gesamte Bestand wurde getötet. Das Unglück ist auf eine ausgedrehte Schlauchkupplung zurückzuführen. Die Feuerwehr pumpte das Jauche-Wasser-Gemisch aus dem Fürbach ab.

Der zweite Vorfall ereignete sich am vergangenen Dienstag. Ein Landwirt in Buttisholz spülte gegen 11 Uhr die Kanäle eines Schweineauslaufes aus. Die Jauche floss in zwei Gruben. Dabei schloss sich noch aus ungeklärten Gründen ein geöffneter Schieber – mit gravierenden Folgen. Die Jauche floss vom Vorplatz über die Strasse in einem Meteorschacht. Anschliessend gelangte das Gemisch über den Mühlebach in den Chrottengraben. Auf einem Kilometer wurden sämtliche Bachforellen getötet. Die Feuerwehr errichtete eine Sperre und pumpte das Gemisch ab.

In beiden Fällen ist der genaue Schadensbetrag noch nicht ermittelt. Beide Bauern werden sich aber vor der Staatsanwaltschaft verantworten müssen.

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