29.08.2018 14:09
Quelle: schweizerbauer.ch - jgr
Zoll
Fleisch-Schmuggel steigt stark an
228 Tonnen Fleisch wurden im letzten Jahr in die Schweiz geschmuggelt. Der Schmuggel findet durch Private, als auch durch organisierte Gruppen statt.

Im letzten Jahr haben Zöllner 228 Tonnen geschmuggeltes Fleisch beschlagnahmt,  2016 waren es 202 Tonnen. Das sei mehr als doppelt so viel wie in den Vorjahren, schreibt 20minuten. Der Schweizer Fleischfachverband schätzt die Dunkelziffer sogar um ein Vielfaches höher. 

Der Fleischfachverband macht einerseits die grosse Zahl unbewachter Zollübergänge für die Situation verantwortlich. Andererseit die Sparübungen des Bundes bei den Grenzwächtern. Der Fokus der Grenzwacht liege bei der illegale Migration, Ressourcen für die Warenkontrollen seien kaum vorhanden, schreibt der Verband in einem Positionspapier. 

Gegenüber 20 Minuten sagt Fleischverband-Direktor Ruedi Hadorn: «Die Auswirkungen des steigenden Schmuggels auf die hiesige Fleischbranche sind störend, es sind Arbeitsplätze in Gefahr.» Immer wieder erhalte er Hinweise von Metzgereien, dass Fleisch illegal als Schmuggelware über die Grenze geholt werde. 

Politik gefordert

Hadorn appelliert nun an die Politik:  «Es braucht zur Durchsetzung des geltenden Rechts mehr Grenzkontrollen und mehr Zöllner. Ausserdem müssen die Strafen verschärft werden, um auch mögliche Nachahmer abzuschrecken.» Ein entsprechender Vorstoss von Marcel Dettling (SVP) sei bereits vom Nationalrat angenommen worden.

Laut der Zollverwaltung findet der Fleischschmuggel sowohl durch Private, vorwiegend für den Eigenkonsum, als auch durch organisierte Gruppen zum Verkauf an Dritte statt. 

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