30.07.2014 13:03
Quelle: schweizerbauer.ch -
Freiburg
FR: Millionenschäden durch Unwetter
Der Kanton Freiburg hat im Juli bisher 46 Naturereignisse registriert. 42 dieser Ereignisse - Hangrutsche, Überschwemmungen, Steinschlag - fielen auf den Zeitraum vom 11. bis 13. Juli, als in einigen Regionen intensiver Regen fiel.

Besonders betroffen waren die Regionen Moléson, Freiburg und der Sensebezirk, wie die Freiburger Behörden am Mittwoch resümierten. Die heftigen Niederschläge vom 11. bis 13. Juli fielen auf bereits wassergesättigte Wald- und Weideböden.

34 Rutschungen und 11 Überschwemmungen

Verschiedene Regenzellen leerten sich während mehrerer Stunden immer wieder über die gleichen Gebiete aus. Bis zum 24. Juli kam es insgesamt zu 34 Rutschungen, 11 Überschwemmungen und einem Steinschlag. Dabei kam es in 21 Fällen zu Schäden an Infrastrukturen, etwa der Bahnlinie Bern-Freiburg. Bei 2 Naturereignissen waren Gebäude betroffen, in den übrigen Fällen kam es zu Schäden auf Alpen oder im Wald.

Der Kanton Freiburg hat 2012 ein System mit lokalen Naturgefahrenberatern lanciert. Diese erfassen die Informationen für den kantonalen Naturgefahrenkataster, der auf dem Geoportal einsehbar ist.

Schäden von mehreren Millionen Franken

Dieses System habe sich bewährt, schreiben die Kantonsbehörden. Es bringe nicht nur einen raschen Überblick, sondern erleichtere auch die Koordination von Massnahmen.

Auch seien insgesamt weniger Gebäude und wichtige Infrastrukturanlagen von Schäden betroffen, was auf zahlreiche Präventionsmassnahmen der letzten Jahrzehnte zurückzuführen sei. Trotzdem beliefen sich die Kostenfolgen für die Schäden der Juli-Unwetter auf mehrere Millionen Franken.

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