4.05.2017 08:06
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Uri
Frau verletzt - Strasse in Bergdorf gesperrt
Bei einem erneuten Steinschlag auf die Strasse zwischen Amsteg und Bristen am Dienstag ist auch ein Auto getroffen worden. Wie die Urner Behörden erst am Mittwoch bekanntgaben, wurde eine Frau im Fahrzeug leicht verletzt und erlitt einen Schock.

Die leicht an der Hand verletzte Autofahrerin verbrachte die Nacht zur Überwachung im Kantonsspital in Altdorf. Dieses konnte sie am Mittwoch wieder verlassen, wie die Urner Baudirektion mitteilte.

Keine 100-prozentige Sicherheit

Die Bristenstrasse bleibt vorläufig weiter gesperrt. Die Felsräumungsarbeiten verlaufen der Mitteilung zufolge nach Plan. Am Donnerstag würden aber weitere geologische Abklärungen im Gelände erfolgen. Am gleichen Tag soll auch der Entscheid über eine Öffnung der Strasse fallen.

Der Urner Baudirektor Roger Nager (FDP) drückte in der Mitteilung Erleichterung aus, dass der Vorfall glimpflich ausgegangen sei. Gleichzeitig hält er fest, dass es trotz grosser Investitionen in die Sicherheit des Strassennetzes im Gebirge nie eine 100-prozentige Sicherheit gebe. Einzelne Steinschläge liessen sich nicht ausschliessen.

Zwei folgenschwere Steinschläge

Auf der Strassen zwischen Amsteg und dem Bergdorf Bristen ereigneten sich am Dienstag und Anfang März zwei folgenschwere Steinschläge respektive Erdrutsche. Am Dienstag waren kurz nach 13 Uhr rund hundert Meter oberhalb des ersten Kehrtunnels nach Amsteg Steinmassen auf die Strasse gedonnert. An der Strasse gab es keine grösseren Schäden. Diese wurde für die Räumung und zur Sicherheit dennoch gesperrt.

Grund für den Steinschlag dürften der Baudirektion zufolge die Niederschläge und die starken Temperaturschwankungen der vergangenen Tage gewesen sein. Es bestehe kein Zusammenhang mit dem Rutsch, der sich Anfang März an derselben Strassen aber an einem anderen Ort ereignet hatte.

Seilbahn und Luftbrücke

Am 5. März wurde die einzige Verbindungsstrasse nach Bristen ebenfalls für den Verkehr unterbrochen, nachdem im steilen Hang ein zehn Meter langes Teilstück abgerutscht war. Zunächst war das Dorf nur zu Fuss, dann auch mit der alten Standseilbahn des Kraftwerkes Amsteg erreichbar. Die Armee und Private richteten zudem vorübergehend eine Luftbrücke ein.

Die Standseilbahn ist weiterhin in Betrieb. Wegen starker Niederschläge der vergangenen Tage und zusätzlichen Sicherungsarbeiten dauern die Bauarbeiten an der Strasse länger als bisher angenommen.

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