7.07.2020 12:22
Quelle: schweizerbauer.ch - sda/blu
Freiburg
Gasexplosion in Käserei: Freispruch
Das Bundesgericht hat den Freispruch eines Technikers bestätigt, dessen Mitarbeiter im August 2012 in der Käserei La Tzintre in Charmey FR eine Gasexplosion verursachte. Dadurch war ein Mann gestorben, und mehrere Personen erlitten schwere Verletzungen.

Das Bundesgericht kommt in einem am Dienstag veröffentlichten Urteil zum Schluss, der Techniker habe keine Pflichten verletzt. Dieser habe für seinen untergebenen Mitarbeiter vor Ort auch keine weiteren Vorkehrungen treffen müssen.

Die Geschädigten hatten den Freispruch des Technikers weitergezogen. Die erste Instanz hatte den Techniker noch zu einer bedingten Geldstrafe von 270 Tagessätzen zu 230 Franken und einer Busse von 3000 Franken verurteilt.

Das Kantonsgericht befand den Angestellten, der die Explosion verursacht hatte, der fahrlässigen Tötung und der fahrlässigen schweren Körperverletzung schuldig. Es verurteilte ihn zu einer bedingten Geldstrafe von 180 Tagessätzen zu 50 Franken. Zudem muss der Mann den Familienmitgliedern des Getöteten eine Genugtuung bezahlen.

Der Verurteilte hatte Arbeiten an einer Gasleitung in der Käserei vorgenommen. Dabei trat unbemerkt Gas aus. Dieses entzündete sich, als sich ein Mann draussen eine Zigarette anzündete.  Vier Personen wurden verletzt, drei davon schwer. Ein 33-Jähriger aus dem Kanton Freiburg kam ums Leben. Etwa fünfzehn Personen überstanden die Explosion und den anschliessenden Brand unverletzt.

Im Reifungskeller lagerten etwa 6000 Laibe Vacherin und Greyerzer. Dieser hätte am Tag nach der Explosion offiziell eingeweiht werden sollen.

(Urteil 6B_364/2020, 6B_365/2020 und 6B_380/2020 vom 26.6.2020)

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