3.10.2013 08:17
Quelle: schweizerbauer.ch -
Ernährung
Gen von Kokosöl könnte schlank machen
Wenn Mäusen ein bestimmtes Gen fehlt, entwickeln sie nach dem Verzehr von Kokosöl schwere Leberschäden. Dies berichtet ein internationales Forscherteam mit Schweizer Beteiligung. Mit dem Gen nehmen sie hingegen ab. Die Forscher hoffen deshalb, dass der Mechanismus beim Fettabbau nützlich sein könnte.

Kokosöl ist ein wichtiges Nahrungsmittel für viele Menschen. Doch nur dank einem bestimmten Gen ist es geniessbar: Es stellt ein Enzym her, das schädliche Abbauprodukte der enthaltenen Laurinsäure beseitigt, berichten Bernard Thorens von der Universität Lausanne und Kollegen aus Genf, Chicago und Singapur im Fachjournal «Cell Reports». 

Mäuse ohne dieses Gen entwickeln tödliche Leberentzündungen, wenn sie Kokosöl essen, schrieb die Uni Lausanne in einem Communiqué. Bei anderen Fetten wie jenen im Speck war dies nicht der Fall. Mäuse mit dem Gen hingegen nahmen dank dem Kokosöl sogar leicht ab. Das Abbauprodukt der Laurinsäure aktiviere verschiedene Wege des Fettabbaus, schrieb die Hochschule. 

Die Forscher hoffen deshalb, dass dieser Mechanismus dazu verwendet werden könnte, um den Fettabbau etwa bei Übergewicht anzukurbeln. Der Mechanismus zeige, wie sich Organismen a  unterschiedliche Nahrungsquellen anpassen können, erklärte Thorens in der Mitteilung. 

Gerate er aber ins Ungleichgewicht, könnte der Verzehr von bestimmten Fetten zu Entzündungsreaktionen und Diabetes führen. Ob dies auch bei Menschen zutrifft, müsse aber noch untersucht werden, schrieben die Forscher.

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