1.07.2019 17:00
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Wetter
Gewitter beenden Hitzewelle
Die erste Hitzewelle des Jahres nimmt am Montag ihr Ende. Heftige Gewitter, teilweise begleitet von Hagel und Sturmböen, dürften sich vielerorts entladen. In den kommenden Tagen wird es ein wenig kühler, aber es bleibt mehrheitlich trocken. -> Mit Video

In der vergangenen Woche floss heisse Saharaluft in die Schweiz. Die Temperaturen stiegen teilweise über 35 Grad. Am Montag endet nun diese Phase.

Aus Nordwesten nähert sich kühlere Luft den Alpen. Vor der Luftmassengrenze zieht feuchte Warmluft nach Nordosten. Damit wird sich Luft labiler und anfälliger auf Schauer und Gewitter.

Starke Gewitter in der Nacht

Bereits in der Nacht von Sonntag auf Montag zogen teils heftige Gewitter auf. In der Westschweiz und im Berner Oberland tobten laut SRF Meteo zum Teil kräftige Gewitter, begleitet von Starkregen und Sturmböen. Der kräftigste Windstoss wurde mit 99 km/h in Plaffeien FR gemessen. Bei Yverdon VD regnete es innerhalb weniger Minuten 30 Liter pro Quadratmeter. Auch im Raum Interlaken BE gingen mehr als 20 Liter Regen nieder.

Am späteren Vormittag sorgten in der Südostschweiz Gewitter für reichlich Niederschlag und starke Windböen. Gemäss SRF Meteo regnete es in Elm GL innerhalb von 30 Minuten fast 23 mm. In der Region Chur gab es starke Windböen mit fast 100 km/h. Eine Leserin von schweizerbauer.ch hat ein Video zugeschickt. Diese zeigt heftigen Winde in Trimmis bei Chur.

«Dampfkochtopf»

In den meisten Regionen der Schweiz hat die Sonne die Luft am Montagnachmittag kräftig aufgeheizt. Verbreitet wurde die 30-Grad-Marke überschritten. In den kommenden Stunden jedoch muss mit Gewittern gerechnet werden. «Wo und wann sich heute Gewitter entladen, ist schwierig vorher zu sagen. Jedenfalls besteht Potential für kräftige Gewitter, örtlich auch mit Hagel und Sturmböen», warnt Meteonews.

«Wir befinden uns wettermässig momentan in einem Dampfkochtopf, in dem der Druck stetig steigt, und die Lage irgendwann explodiert», sagt Meteonews-Meteorologe Klaus Marquardt zu 20minuten.ch.  Die Gewitter mit Unwetterpotenzial werden gemäss SRF Meteo gegen Abend und in der Nacht aus Südwesten über die Schweiz ziehen. Ein Schwergewicht könnte dabei im Dreieck zwischen Rigi, Alpstein und Schwarzwald liegen, schreibt Meteotest in seiner Prognose.

Kühler, aber trocken

Am Dienstag zeigt sich das Wetter von der veränderlichen Seite. Sonnige Intervalle und Schauer wechseln ab, wobei die Schauerneigung entlang der Voralpen und in den Alpen am grössten ist. Die Temperaturen sinken auf 26 Grad. Am Mittwoch und Donnerstag ist es im Flachland sonnig, in den Voralpen und Alpen kann es einzelne Schauer geben. Die Temperaturen steigen wieder 28 Grad an. Am Freitag wird es mit 30 Grad heiss, das Gewitterrisiko steigt an. Anschliessend dürfte es veränderlich und kühler weitergehen.

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