25.01.2017 12:01
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Esaf
Glarner Parlament will Schwingfest
Freunde des Schweizer Brauchtums sollen sich im 2025 im Glarnerland zum Eidg. Schwing- und Älplerfest treffen. Das Glarner Parlament bewilligte einstimmig einen Kredit von 2,2 Millionen Franken für die Kandidatur und Durchführung der Grossveranstaltung.

Abgesegnet werden muss der Verpflichtungskredit am kommenden ersten Mai-Sonntag von der Glarner Landsgemeinde. Eine Zustimmung ist zu erwarten, denn der Kredit gab am Mittwoch im 60-köpfigen Landrat in Glarus nicht viel zu reden. Es herrschte seltene Einigkeit. Rednerinnen und Redner, darunter die Kommissionspräsidentin und die Fraktionssprecher, betonten, zusammen am gleichen Strick ziehen zu wollen.

Kredit und Defizitgarantie

Mit dem Kredit soll der Verein «Kandidatur ESAF2025 Glarus+» bei der Bewerbung um die Austragung des Festes mit 200'000 Franken unterstützt werden. Erhält die Glarner Bewerbung den Zuschlag, wollen Regierung und Parlament maximal 1,3 Millionen Franken für die Organisation und Durchführung des Grossanlasses bereitstellen.

Weiter übernimmt Glarus eine Defizitgarantie über 700'000 Franken. Das finanzielle Gesamtvolumen des Grossanlasses wird derzeit auf rund 30 Millionen Franken geschätzt. In die Glarner Kandidatur eingebunden werden sollen St. Galler Gemeinden in der Linthebene. Die Region Zürichsee-Linth bewilligte bereits einen Beitrag von 50'000 Franken für die Kandidatur.

St. Gallen als Konkurrenz

Die Konkurrenz der Glarner befindet sich gleichsam um die Ecke im Kanton St. Gallen. Dort strebt der Verein «ESAF SG 2025» eine Durchführung des Festes in St. Gallen Winkeln an. Weitere Konkurrenz zeichnet sich im Kanton Schaffhausen ab.

Das Eidg. Schwing- und Älplerfest ist eines der grössten Volksfeste der Schweiz, das alle drei Jahre über ein Wochenende an einem anderen Ort über die Bühne geht. Am Anlass 2013 in Burgdorf im Kanton Bern umfasste das Festgelände 70 Hektaren Land mit Platz für total 250'000 Besucherinnen und Besucher. 280 Schwinger, 400 Hornusser und 85 Steinstösser nahmen an den Wettkämpfen teil. Das Budget belief sich auf 25 Millionen Franken.

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