27.01.2016 15:49
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Bern
Gülle-Welle tötet zwei Kühe
Ein aussergewöhnlicher Vorfall ereignete sich im Emmental. Die Wand einer Güllegrube ist in der Nacht auf Montag geborsten. Die "Güllewelle" hat acht Kühe mitgerissen, zwei Tiere mussten in der Folge getötet werden.

Das Unglück hat sich im Gebiet Häusernmoos und Mühleweg ereignet, wie die „Berner Zeitung“ in ihrer Mittwochsausgabe berichtet. Die Aussenwand der Güllegrube ist zwischen 3 und 4 Uhr in der Früh geborsten. Mehrere zehntausend Liter Gülle haben in der Folge über einen Teil des Aussenstalls mitgerissen und ergossen sich über die darunter liegende Wiese.

„Insgesamt acht Kühe wurden das Feld hinuntergespült“, sagte Thomas Schär gegenüber der Zeitung. Ihm gehörte bis Ende Jahr der Hof. Vier der acht Tiere erlitten Verletzungen. Für zwei Tiere gab es keine Rettung mehr. Eine Kuh hatte sich ein Bein gebrochen, die andere riss sich eine Sehne. Nebst den Tieren wurde auch ein Baum weggerissen.

Weshalb die Aussenwand geborsten ist, ist noch unklar. Der Güllenkasten liegt unter dem erst im Jahr 2014 gebauten Kuhstall. Das Fassungsvermögen der Grube liegt bei 300 Kubikmetern. Erst kürzlich habe man die Grube erstmals vollständig befüllt, so Schär. Entdeckt wurde das Unglück um 5.45 Uhr vom neuen Hofbesitzer. Insgesamt habe man Glück im Unglück gehabt, so Schär. Hätte sich das Unglück zu einem späteren Zeitpunkt ereignet, hätten womöglich nicht nur Tiere, sondern auch Menschen Schaden genommen.

Die Feuerwehr Dürrenroth hatte nicht nur die umliegenden Gewässer gesichert, sondern auch beim Melken und Retten der Tiere mitgeholfen. Nach derzeitigem Erkenntnisstand besteht für die Umwelt durch die ausgelaufene Gülle keine Gefahr. Die Gülle wurde zum Teil mit Baggern weggeschafft. Die Reparaturarbeiten auf dem Hof sind im vollen Gange.

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