11.09.2015 08:35
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Jubiläen
Guinness-Buch wird 60
Angefangen hatte es mit einer Wette, heute ist es weltbekannt: Auch die Jubiläumsausgabe des Guinness-Buchs der Rekorde ist voller skurriler Phänomene. Jetzt ist der neue Band präsentiert worden - vor rekordwürdiger Kulisse. Die erstmals 1955 in Grossbritannien erschienene Skurrilitätensammlung hat runden Geburtstag - es gibt sie seit 60 Jahren.

Ob weltgrösster Hotdog-Wagen (3,70 Meter hoch), die meisten Zähne im Mund (37) oder die grösste Cowboystiefel-Skulptur (10,74 Meter hoch): Wie jedes Jahr kommt auch im neuen Guinness-Buch der Rekorde ein bunter Mix von Phänomenen und Höchstleistungen aus Bereichen wie Wissenschaft, Sport, Unterhaltung, Tier und Mensch zusammen.

Tierische Rekorde beliebt

Seit Donnerstag ist der neue Band der «Guinness World Records» auf dem Markt. «Es ist ein besonderer Tag, denn das Buch erscheint heute in 21 Sprachen auf der ganzen Welt», sagte Marco Frigatti vom Londoner Rekordbewertungs-Team bei der Präsentation des neuen 255-Seiten-Werks in Hamburg.

Tierische Weltrekorde sind besonders beliebt - hier reüssiert jetzt zum Beispiel die japanische Beagle-Hündin Purin, die mit ihren Pfoten in einer Minute 14 Bälle abfängt.

Am Anfang stand eine Wette

Was heute bei bisheriger 134-Millionen-Gesamtauflage in mehr als 100 Ländern erscheint, begann 1951 schlicht mit einer typisch britischen Wette. Bei einem Jagdausflug wollte Sir Hugh Beaver, Chef der irischen Guinness-Brauerei, wissen, welches das schnellste Federvieh in Europa sei (Eiderente oder Mittelsäger). Nach einigen Jahren emsiger Recherchen entstand ein Werk mit ähnlich sinnfreien, aber witzigen Höchstleistungen.

Bewunderung oder Mitleid, das ist etwa die Frage, wenn man die Füsse von Jeison Orlando Rodríguez Hernández aus Venezuela betrachtet: Sie sind 40,01 Zentimeter (rechts) und 39,6 Zentimeter (links) gross und brauchen Schuhe der Grösse 62. Und auch die gemeinsame Körperlänge von 4,23 Metern des chinesischen Sportstar-Ehepaars Sun Mingming (2,36 Meter) und Xu Yan (1,87 Meter) erscheint als Sensation, wie man sie früher auf Jahrmärkten zur Schau gestellt hätte.

Ursprünglich nur zur PR-Zwecken

Traurig ist der Fall von Chandra Bahadur Dangi aus Nepal, bei 54,6 Zentimetern kleinster Mann: Er kann seinen Eintrag nicht mehr lesen, denn er starb Anfang September mit 75 Jahren.

Das Guinness-Buch der Rekorde sollte ursprünglich nur zu PR-Zwecken in Pubs ausgelegt werden. Mittlerweile gibt es das Werk auch als E-Book, im YouTube-Kanal und auf Facebook. Die «Guinness World Records»-Fernsehshows sehen jährlich mehr als 740 Millionen Zuschauer.

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