Montag, 28. November 2022
19.05.2015 12:07
Wetter

Hagel sucht Emmental am häufigsten heim

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Von: blu/sda

Hagel ist schwer vorhersagbar. Doch nun haben Forscher einen Schritt vorwärts gemacht: Eine neue Karte zeigt, wo es in der Schweiz am häufigsten hagelt – nämlich im Emmental, in den Voralpen, im Südtessin und im Jura.

Die Karte erstellt hat das Lab für Naturrisiken der Versicherung Mobiliar in Zusammenarbeit mit MeteoSchweiz. Die Forscher werteten Radardaten der letzten 13 Jahre aus und verglichen diese mit den Schadendaten der Mobiliar. Dies geht aus einer Mitteilung vom Dienstag hervor. «Wir wollten wissen, wie oft der Hagel am Boden auch zu Schäden geführt hat», erklärt Professorin Olivia Romppainen, Co-Leiterin des Mobiliar Lab für Naturrisiken am Oeschger-Zentrum für Klimaforschung der Universität Bern.

Besonders häufig von Hagel betroffen sind gemäss den Forschern das Emmental, die Voralpen und das Südtessin. Und auch im Jura kommt es überdurchschnittlich oft zu Hagelereignissen. Die Hagel-Vorhersage bleibt aber ein schwieriges Unterfangen. «Wir versuchen herauszufinden, wo Hagelzellen entstehen, wie weit sie ziehen und wo sie sich wieder auflösen. Und welche Prozesse in der Atmosphäre dazu geführt haben», führt Olivia Romppainen weiter aus.

Längerfristig soll die Forschung aber bessere Hagelprognosen ermöglichen. Dazu beitragen soll auch die Bevölkerung: Über die entsprechende Smartphone-App der Mobiliar kann sie Hagelbeobachtungen melden.

Ausserdem wird im Sommer ein Pilotversuch für die Hagelwarnung durchgeführt: Mehrere hundert Personen nehmen an der Studie teil. Sie erhalten kurz vor einem erwarteten Hagelschlag eine Warnung per SMS und melden danach, ob es tatsächlich gehagelt hat oder nicht. Dadurch können die Forscher herausfinden, wie gut ihre Prognosen stimmen.

Die Mobiliar hat in den vergangenen fünf Jahren über 260 Millionen Franken für Hagelschäden aufgewendet.

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