Samstag, 24. Juli 2021
14.06.2015 21:24
Wetter

Heftige Gerwitter erfassen Mittelland

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Von: sda

Heftige Gewitter haben am Sonntagnachmittag über der Alpennordseite gewütet. Sie entluden sich sich teilweise mit Hagelschlag über der Ost- und der Westschweiz. In den Kantonen Bern und Freiburg wurden Keller überflutet. Zwei Bahnlinien waren unterbrochen.

Die Gewitter begannen über dem Neuenburger Jura und dem Freiburgerland. Gleichzeitig tobte ein Unwetter in der Alpsteinregion im Osten.
Im Jura gewitterte es ab Mitte Nachmittag, wie der SRF Meteo, das Wetterbüro von Schweizer Radio und Fernsehen, am späteren Nachmittag mitteilte. In Courtelary BE gingen in drei Stunden 30 Liter Niederschlag pro Quadratmeter nieder.

Anschliessend zog das Unwetter in mehrere Regionen im Kanton Freiburg, wobei es die Gegend zwischen Romont und Murten besonders heftig heimsuchte. Auch das Berner Seeland war betroffen.  Die Gewitterzelle wurde zur -linie und tobte stationär zwischen Schwarzenburg und Neuenburg. Später zog sie via Bern in den Oberaargau und in die Zentralschweiz.

Im Osten traf das Unwetter zuerst das Voralbergische und sprang dann über das Rheintal zum Alpstein und zur Alviergruppe. Im Sarganserland hagelte es. Die Gewitterzelle entleerte sich am Alpstein über längere Zeit, wie SRF Meteo schrieb. In Güttingen am Bodensee gingen in einer Stunde 55 Liter Regen nieder. Zudem windete es heftig. Das Gewitter zog weiter Richtung Zürcher Oberland und in den Thurgau. Dort formierte sich erneut eine ausgeprägte Hagellinie, wie die Meteorologen berichteten.

Die heftigen Gewitter führten zum Unterbruch von Bahnstrecken. Zwischen Kerzers und Ins BE war die BLS-Strecke Bern-Neuenburg am Abend ausser Betrieb, es verkehrten Ersatzbusse. In der Ostschweiz traf es die Linie Weinfelden TG-Gossau SG. Dort konnten die Züge zwischen Sulgen und Kradolf nicht fahren.

Bei Wil SG wurde die Autobahn A1 überflutet. Auch Teile des Ortes standen unter Wasser, wie Bilder der Sendung Tagesschau von Fernsehen SRF zeigten. Im Kanton Thurgau standen die Feuerwehren am Abend im Dauereinsatz bei über 350 Schadenfällen, vor allem überfluteten Kellern und Tiefgaragen.

Im Südtessin fiel ab Sonntagmittag Starkregen. In Chiasso wurden innerhalb von drei Stunden mehr als 50 Liter Regen pro Quadratmeter gemessen. Im Maggiatal kamen übers Wochenende rund 120 Liter Regen zusammen. Über Verletzte oder die Höhe allfälliger Schäden war am Abend nichts bekannt.

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