28.05.2020 17:10
Quelle: schweizerbauer.ch - pd/jgr
Umwelt
Heumilch sorgt für Artenvielfalt
Hüfthoch steht mancherorts das Gras, aus dem in den kommenden Wochen Heu wird. Da die Heumilchproduzenten im Winter keine Silage verwenden, benötigt es einen Schnitt weniger. Deshalb bleiben die Gräser und Kräuter länger stehen und können sich besser vermehren.

In vielen Teilen der Schweiz blühen auf den Wiesen die Gräser und Kräuter. Durch die schonende und mosaikartige Bewirtschaftung, entstehe auf den Heumilch-Wiesen ein natürlicher Lebensraum für Bienen, Hummeln und andere Kleintiere, heisst es in einer Medienmitteilung. Zudem kann das Gras so gut heranreifen und wieder versamen, was ebenfalls gut für die Artenvielfalt ist.

Für die Heumilchbauern ist genau diese Vielfalt in den Wiesen sehr wichtig. Denn die unterschiedlichen Kräuter und Gräser sowie der Verzicht auf vergorenes Futter (Silage) ergeben den guten Geschmack von Heumilch.

In diesem Monat ist Heumilch nicht nur ein Gewinn für die Artenvielfalt und das Tierwohl, sondern auch für alle in der Schweiz. Beim Wettbewerb „Artenvielfalt gewinnt“ kann jeder bis zum 15. Juni 2020 tolle Preise gewinnen.  

Was ist Heumilch? 

Alle Heumilchbauern und Heumilchverarbeiter unterliegen dem Heumilch-Regulativ. Die Zertifizierung erfolgt durch eine anerkannte Prüfstelle. Die Heumilchbauern erhalten einen höheren Milchpreis für ihre Milch. Dieser beträgt aktuell 73 Rp. 

Die wichtigsten Kriterien für Schweizer Heumilch: 

- die Kühe erhalten ausschliesslich Gras oder Heu (kein Silage) 

- die Kühe haben viel Auslauf (RAUS) 

- Förderung der Artenvielfalt 

 

 

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