Montag, 10. Mai 2021
26.11.2014 06:46
Gesundheit

Hirnschlag: Gen schützt junge Erwachsene

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Von: sda

Wenn junge Erwachsene plötzlich einen Hirnschlag erleiden, ist häufig ein Riss in der Halsschlagader die Ursache. Wer jedoch eine bestimmte Genvariante besitzt, ist dafür weniger anfällig. Dies haben Basler Forscher in einer gross angelegten Erbgutstudie herausgefunden.

Etwa 2,6 von 10’000 Personen pro Jahr erleiden so einen Hirnschlag, der Dissektion genannt wird. Oft lassen sich keine äusseren Einflüsse wie Gewalteinwirkung nachweisen. Als Risikofaktoren gelten leichte Hirnverletzungen etwa durch Sport, Stürze oder heftiges Kopfdrehen, aber auch Infektionen, Migräne und Bluthochdruck.

Genvariante vermindert Risiko

Die Symptome sind plötzliche, heftige Kopfschmerzen. Die schützende Genvariante hat ein internationales Forschungskonsortium mit Beteiligung der Universität und des Unispitals Basel entdeckt, indem die Forscher das Erbgut von fast 1400 Patienten mit einem Halsschlagader-Gefässeinriss und über 14’000 Kontrollpersonen verglichen.

Die Genvariante des «PHACTR1»-Gens verminderte das Risiko für solche Hirnschläge, wie die Forscher im Fachjournal «Nature Genetics» berichten. Das Resultat wurde in einer weiteren, unabhängigen Untersuchungsgruppe mit über 600 betroffenen Patienten und über 2500 Kontrollpersonen bestätigt.

Gegensätzliche Effekte

Die Forscher waren nach eigenen Angaben überrascht vom Befund. Diese Genvariante war bisher dafür bekannt, das Risiko für Herzinfarkte zu erhöhen und das Risiko für Migräne zu vermindern. Diese teilweise gegensätzlichen Effekte dieser Genvariante wollen die Forscher nun in weiteren Untersuchungen klären – in der Hoffnung, damit neue therapeutische Ansätze entwickeln zu können.

Das Forschungsprojekt wurde vom Käthe-Zingg-Schwichtenberg-Fonds der Schweizerischen Akademie der Medizinischen Wissenschaften (SAMW), der Schweizerischen Herzstiftung und dem Schweizerischen Nationalfonds unterstützt.

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