2.09.2017 12:50
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
St. Gallen
Hochwasser in der Ostschweiz
Pünktlich zum meteorologischen Herbstbeginn hat sich der Hochsommer verabschiedet. Vor allem in der Ostschweiz regnet es seit 48 Stunden praktisch ununterbrochen. Die Folge: Hochwasser, kleinere Erdrutsche und Behinderungen auf Strasse und Schiene.

Gemäss Mitteilung des Wetterdienstes SRF Meteo gab es allein in der Nacht auf Samstag am Alpstein und im St. Galler Rheintal bis zu siebzig Millimeter Regen. In Kriessern SG fiel innerhalb von nur zwölf Stunden 68 Millimeter Regen. Niederschlagsspitzenreiter in den vergGemäss Mitteilung des Wetterdienstes SRF Meteo gab es allein in der Nacht auf Samstag am Alpstein und im St. Galler Rheintal bis zu siebzig Millimeter Regen. In Kriessern SG fiel innerhalb von nur zwölf Stunden 68 Millimeter Regen.

Niederschlagsspitzenreiter in den vergangenen 48 Stunden ist demnach Altstätten SG mit 154 Millimetern. Sehr nass war es seit Donnerstagmorgen auch in Gais AR mit 147 Millimeter Regen und in St Gallen mit 140 Millimetern.angenen 48 Stunden ist demnach Altstätten SG mit 154 Millimetern. Sehr nass war es seit Donnerstagmorgen auch in Gais AR mit 147 Millimeter Regen und in St Gallen mit 140 Millimetern.

570 Einsätze in St. Gallen

Die grossen Niederschlagsmengen halten die Behörden auf Trab. Im Kanton St. Gallen rückte die Feuerwehr zwischen Mitternacht und 11 Uhr über 570 Mal aus, wie die Kantonspolizei mitteilte. Einzelne Feuerwehren stünden im Dauereinsatz. Die Einsatzzentrale der Kantonspolizei sei personell verstärkt worden.

Gemäss den Polizeiangaben befindet sich der Einsatzschwerpunkt im Rheintal, genauer in Altstätten. Die Strassen nach Trogen und Gais sind wegen Hochwassers gesperrt. Sowohl der Binnenkanal im Rheintal wie auch der Linthkanal in Schänis stehen unter Beobachtung der Führungsorgane. Der Betrieb der Schiffslinie zwischen Rorschach Hafen (See) und Rheineck Schifflände ist eingestellt.

Derzeit müssten Keller ausgepumpt und Strassen von Geröll und Erde befreit werden, schreibt die Polizei weiter. Es würden weitere Wetterfronten erwartet.

Hangrutsche im Appenzell

Auch im Kanton Appenzell Ausserrhoden sind die Einsatzkräfte beschäftigt. Die anhaltenden Niederschläge hätten in der Nacht im Appenzeller Vorder- und Mittelland zu Erdrutschen und überfluteten Kellern geführt, schrieb die Polizei.

Bei der Notrufzentrale in Herisau gingen nach eigenen Angaben rund hundert Notrufe aus den Gemeinden Gais, Bühler, Teufen, Speicher, Trogen, Wald und Rehetobel ein. Hänge gerieten ins Rutschen, verschiedene Hauptstrassen sind gesperrt, und der Bahnbetrieb zwischen Speicher und Trogen musste eingeschränkt werden.

Das Ausmass der Schäden in der Ostschweiz kann noch nicht beziffert werden. Bisher wurden keine Personen verletzt. «Eine Gefahr für Menschen oder Tiere besteht im Moment nicht», schreibt die Kantonspolizei St. Gallen.

In den Bergen schneit es

Laut SRF Meteo wurden auch im Tessin seit Donnerstag grosse Niederschlagsmengen registriert. In Locarno gingen 219 Millimeter nieder, in Biasca waren es 216 Millimeter. Allerdings fiel der Grossteil des Regens bereits am Donnerstag. Am Freitag und am Samstagmorgen blieben die Regenmengen mit etwa 5 Millimetern sehr bescheiden.

Mit dem starken Regen auch in anderen Teilen der Schweiz sank zum Teil auch die Schneefallgrenze markant ab. Am frühen Samstagmorgen schneite es im Prättigau und in der Landschaft Davos zum Teil bis auf 1900 Meter herunter. Zwischen Brienz und Brienzer Rothorn ist die Bahnstrecke wegen starken Schneefalls unterbrochen.

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