7.08.2018 08:37
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Italien
I: Zwölf Feldarbeiter gestorben
Bei einem Unfall unweit der süditalienischen Stadt Foggia sind am Montag zwölf ausländische Saisonarbeiter ums Leben gekommen. Ein Lieferwagen mit bulgarischem Kennzeichen prallte mit den Migranten an Bord gegen einen mit Tomaten beladenen Lastwagen, berichteten Medien.

Die Arbeiter hatten auf den Feldern der Gegend Gemüse gepflückt. Keines der Todesopfer stammte demnach aus einem Land der Europäischen Union. In der selben Gegend hatte sich am Samstag ein ähnlicher Unfall ereignet, bei dem vier Migranten, die ebenfalls als Saisonarbeiter eingesetzt wurden, tödlich verunglückt waren. Dabei wurden vier weitere Männer schwer verletzt.

In der Region sind jeden Sommer tausende Arbeitskräfte aus verschiedenen afrikanischen Staaten sowie aus Polen, Bulgarien und Rumänien bei der Tomatenernte unter sengender Sonne eingesetzt. Häufig sind sie in Elendsquartieren untergebracht und Machenschaften der Mafia ausgesetzt. Gewerkschaften und Vereinigungen zur Unterstützung der ausländischen Arbeiter verlangen seit Jahren ein System öffentlicher Verkehrsmittel in der Haupterntesaison. Auf einer Versammlung am Sonntag hatten dutzende afrikanische Erntearbeiter beschlossen, am Mittwoch in den Streik zu treten. 

Aboubakar Soumahoro, Delegierter der Basisgewerkschaft USB, sagte der Nachrichtenagentur AFP, die Landarbeiter würden bei einem «Marsch für würdige Arbeitsbedingungen» von den Feldern bis zur Stadt Foggia laufen.

 

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