11.08.2016 17:10
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Deutschland
Inferno: Rund 100 Rinder sterben
Ein Grossbrand hat in Bergheim in der Nähe von Kassel am Donnerstagmorgen zahlreichen Rindern das Leben gekostet. Die Bewohner des Hofes blieben unverletzt.

Dramatische Szenen haben sich kurz nach 5 Uhr im deutschen Bergheim abgespielt. Autofahrer haben in einer Scheune eines Bauernbetriebes ein Feuer entdeckt. Sie konnten die Bewohner noch gerade rechtzeitig warnen, wie die „Waldeckische Zeitung“ schreibt.

Das Feuer breitete sich in Windeseile aus. Die im Gebäude gelagerten Strohballen und Rundballen wirkten wie Brandbeschleuniger. Die Flammen griffen auf die benachbarten Ställe über. In diesen befanden sich weit über 100 Kälber, Jungbullen und Kühe. Viele von ihnen fanden in den Flammen den Tod. Nach Angaben des Hessischen Rundfunks sind über 100 Tieren gestorben.

Als die Feuerwehr am Brandort eintraf, brannten die Gebäude bereits lichterloh. Durch die enorme Hitze wurden Ziegel durch die Luft gewirbelt, an Gebäuden in der Nachbarschaft schmolzen die Rollläden. Der Feuerwehr gelang es aber, ein Übergreifen der Flammen auf das Wohngebäude zu verhindern. Menschen kamen nicht zu Schaden.

Die Rettung der Tiere gestaltete sich als schwierig. Wegen Einsturzgefahr konnten die Einsatzkräfte nicht zu den Rindern vordringen. Sie schlugen Löcher in die Fenster, um Luft ins Innere leiten zu können. Und Tiere, die gerettet wurden, waren so verängstigt, dass sie sich wieder zurück in den brennenden Stall begaben.

Aufgrund Rauchvergiftungen und Brandverletzungen mussten die Tierärzte eine unbestimmte Anzahl Rinder einschläfern. Kurz nach 8 Uhr war der Brand gelöscht. Just in diesem Moment gelang es der Feuerwehr, mehrere Kälber aus einem Stall zu retten. Die Höhe des entstandenen Sachschadens sowie die Brandursache sind noch unbekannt. Brandermittler der Polizei wurden eingesetzt.

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