21.07.2013 08:47
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Indien
Insektizid für Tod indischer Kinder verantwortlich
Ein Insektenvernichtungsmittel im Schulessen ist für den Tod von 23 Kindern im Osten Indiens verantwortlich. Forensiker hätten herausgefunden, dass für das Essen verwendetes Öl mit einer hohen Dosis Insektizid verseucht gewesen sei, teilte die Polizei am Samstag in Patna, der Hauptstadt des Bundesstaates Bihar, unter Berufung auf den Abschlussbericht der Experten mit.

Die Polizei untersuche nun, ob das Essen oder das Bratöl  absichtlich vergiftet wurden. Vor Ort waren Säcke mit Dünger und  Pestiziden gefunden worden, die direkt neben Reis- und  Kartoffelvorräten für das Mittagessen der Schüler standen. Die  Direktorin der Schule ist seit Dienstag auf der Flucht. 

Die Kinder, die zwischen vier und zwölf Jahre alt waren, waren  am Dienstag in dem Dorf Gandaman gestorben. Die meisten toten  Kinder wurden neben ihrer Schule beerdigt. Weitere 24 Kinder und  ein Koch befinden sich noch im Spital.

Rund 120 Millionen Kinder erhalten in Indien kostenloses Essen  an staatlichen Schulen. Durch das Programm soll die Ernährung  verbessert und auch die Anwesenheitsquote gesteigert werden. Wegen  Hygienemängeln und minderwertiger Zutaten gibt es jedoch immer  wieder Lebensmittelvergiftungen.

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