30.06.2017 08:37
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Klima
Juni aussergewöhnlich heiss
Die Schweiz durchschwitzte den zweitheissesten Juni seit Messbeginn 1864, schreibt MeteoSchweiz auf seiner Website. Im landesweiten Mittel lag die Monatstemperatur 3.4 Grad über die Norm 1981–2010. Nur im Juni 2003 war es noch wärmer. In Norden war es zudem deutlich zu trocken.

Der Juni brachte der Schweiz einen deutlichen Wärmeüberschuss. Bereits die ersten drei Tage lieferten bei recht sonnigen Verhältnissen eine Tagesmitteltemperatur von 3 bis 4 Grad über der Norm 1981-2010. Einige Niederschlagszonen brachten kühlere Luftmassen ins Land.

Das sonnige und heisse Wetter brachten sommerliche Hochdruckgebiete, welche sich vorwiegend vom Atlantik her nach Mitteleuropa ausdehnten. Die Hitzewelle vom 19. bis am 24. Juni führte zu Tagesmitteltemperatur von 7 bis 10 Grad über der Norm. Die Temperaturen erreichten aber nicht neue Rekorde. Auf der Alpennordseite erreichten die höchsten Werte 32 bis 33 Grad. Die Rekordwerte liegen bei 35 bis 37 Grad.

Rekordtemperaturen gab es in den Nächten. Vom 22. auf den 23. Juni registrierten einige Regionen der Schweiz die mildeste Nacht seit Beginn der automatischen Messungen im Jahr 1981. Aussergewöhnlich mild war die Nacht in der Ostschweiz. In Güttingen TG am Bodensee lag das Nachtminimum bei 25.2 Grad. An 21 Messstandorten verteilt über die ganze Schweiz wurde der 23. oder 24. Juni 2017 zum wärmsten Junitag seit Messbeginn 1864, unter anderem in Neuchâtel (Tagesmittel 27.7 Grad), Bern-Zollikofen (25.8 Grad) und Zürich-Fluntern (26.8 Grad).

Der Niederschlag war im Juni ungleichmässig verteilt. Auf der Alpensüdseite war es viel zu nass. Lugano erhielt innerhalb einer Stunde eine Regenmenge von 81.5 mm. Das liegt weit über dem bisherigen Höchstwert von 63.8 mm vom 12. September 1994. Zusammen mit den kräftigen Regenfällen zum Monatsbeginn erhielt die Alpensüdseite und das Engadin verbreitet Niederschlagssummen deutlich über der Norm 1981–2010. Auf der Alpennordseite hingegen war es zu trocken. Die Junisummen blieben vielerorts deutlich unter der Norm 1981–2010.

SCHWEIZER BAUER
BEKANNTSCHAFTEN
DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE