21.07.2015 16:47
Quelle: schweizerbauer.ch - Reto Blunier
Wetter
Keine grossen Regenmengen erwartet
In der Schweiz sind viele Gebiete von der Trockenheit betroffen. Insbesondere der Landwirtschaft macht das heisse Wetter zu schaffen. Für die nächsten Tage sind Niederschläge prognostiziert. Die Mengen fallen aber bescheiden aus.

Seit Wochen hat es in vielen Teilen der Alpennordseite, vor allem westlich von Zürich, nicht mehr geregnet. Die Lage ist wird daher brenzlig. Kartoffeln und Gras leiden besonders unter der Hitze. Die Wiesen sind braun statt grün. Zuckerrüben und Mais haben einen Wachstumsstillstand.

Die heissen Temperaturen haben die Böden komplett ausgetrocknet. Am Wochenende wurden in vielen Regionen der Alpennordseite nur sehr geringe Regenmengen gemessen. Es wäre nun also höchste Zeit für einen länger andauernden Landregen.

Am Mittwochmorgen erste Gewitter

Am Dienstag kletterten die Temperaturen noch einmal deutlich über 30 Grad. In den kommenden Tagen wird nun feuchtere Luft die Schweiz überqueren, die Wahrscheinlichkeit für Regen steigt also. Wann fällt nun endlich das lang ersehnte Nass? „In der Nacht auf Mittwoch und am Mittwochmorgen ziehen bereits erste Gewitter über die Schweiz. Es werden vor allem Gebiete in der westlichen Hälfte der Schweiz sowie die Alpen und Alpensüdseite erfasst“, erklärt Prognostikerin Ena Hirschi von Meteotest auf Anfrage von schweizerbauer.ch.

Am Mittwoch bleibt es in der Folge gewitterhaft. In der Nacht auf Donnerstag überquert eine Störung die Alpennordseite. „Diese sollte flächendeckenden Niederschlag bringen“, führt Hirschi aus. Da die Störung aus nordwestlicher Richtung kommt, werden die Gebiete am Jura als erste Niederschläge erhalten.

10 bis 15 Liter pro Quadratmeter

Die staubtrockenen Böden benötigen dringend Nass. Mit welchen Regenmengen kann gerechnet werden? „Wahrscheinlich fallen auf der Alpennordseite nur zwischen 10 und 15mm Niederschlag. Dort wo kräftige Gewitter niedergehen, können die Mengen auch etwas höher liegen. Rund um den Säntis könnten auch 40mm Regen fallen“, dämpft Hirschi allzu grosse Hoffnungen. Das Südtessin und die Bündner Südtäler dürften wahrscheinlich weniger als 10mm Niederschlag erhalten.

Bereits am Donnerstag lässt der Regen wieder nach. Gemäss Meteorologin Ena Hirschi wird es von Freitag bis Sonntag im Flachland trocken bleiben, in den Bergen könnten einzelne Gewitter auftreten.

Regendefizit 90 Prozent

Damit ist kein Ende der trockenen Phase in Sicht. Das bestätigt auch Hirschi: „Die Trockenphase kann mit den zu erwartenden Niederschlägen sicherlich nicht kompensiert werden, denn das Defizit beträgt aktuell schweizweit rund 90 Prozent. Hierbei handelt es sich aber um eine Grobschätzung“, so Hirschi.

Droht gar eine weitere Hitzewelle? „Bis am Wochenende bleiben die Temperaturen unter 30 Grad. Ab Sonntag werden die Prognosen unsicher. Der Trend zeigt an, dass die Temperaturen bis Ende Juli unter oder um das langjährige Mittel schwanken“, hält Hirschi fest. Anfang August könnten sich die Temperaturen gar wieder über dem langjährigen Mittel bewegen. Eine Hitzewelle ist aber eher unwahrscheinlich. „Eine Garantie, dass es nicht nochmals so heiss wird, ist das aber nicht“, betont Hirschi gegenüber schweizerbauer.ch.

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