26.05.2017 15:23
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Gesundheit
Killerzellen im Kampf gegen Krebs
Künstliche Viren, die gezielt gegen Krebs eingesetzt werden können, haben Forschende der Universitäten Basel und Genf gebaut. Die Designerviren sollen eine Grundlage für neuartige Krebstherapien bilden. Die meisten Krebszellen würden die körpereigene Abwehr eher schlecht anregen, wie die Universität Basel am Freitag mitteilte. Die nun entwickelten Designerviren alarmieren das Immunsystem und leiten es an, Killerzellen in den Kampf gegen den Krebs zu schicken.

Immuntherapien werden seit einigen Jahren erfolgreich zur Krebsbehandlung eingesetzt. Bislang sei es jedoch ein weitgehend unerreichtes Ziel geblieben, das Immunsystem dazu anzustacheln, dass es gezielt und mit aller Kraft gegen Krebszellen vorgeht.

Die Basler Virologen und Genfer Immunologen haben die künstlichen Viren aus einem Virus gebaut, das Nagetiere. aber auch Menschen befallen kann. Diese waren für Mäuse zwar ungefährlich, lösten aber die für Virusinfektionen typischen Alarmsignale aus. Zudem bauten die Biomediziner Eiweisse ein, die nur in Krebszellen vorkommen.

Bei einer Infektion mit dem Designervirus konnte das Immunsystem die Krebseiweisse als gefährlich erkennen, wie die Forschenden im Fachblatt «Nature Communications» berichten. Die in der Folge losgeschickten Killerzellen konnten die Krebszellen anhand des Eiweisses gezielt identifizieren und erfolgreich bekämpfen.

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