21.09.2020 09:57
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Bern
Klimaaktivisten besetzen Bundesplatz
Klima-Aktivisten besetzen seit dem frühen Montagmorgen den Bundesplatz in Bern. Sie wollen die ganze Woche vor Ort bleiben. Ob sie die Polizei gewähren lässt, ist noch offen.

Die Klimaaktivisten wollen laut einer zudem am Montagmorgen verschickten Medieninformation mit der Besetzung einen Auftakt zur Aktionswoche «Rise Up for Change» setzen.

Protest gegen System

Die Klimabewegung habe mit mehreren hundert Menschen den Bundesplatz in Bern aus Protest gegen das politische und wirtschaftliche System, welches für die Klimakrise verantwortlich sei, eingenommen, hiess es weiter. Die Aktivisten laden laut dem Communiqué weitere Bürger ein, auf den Bundesplatz zu dem Protestcamp zu kommen und sich der Kundgebung gegen die Klimakrise anzuschliessen.

Parlament und SNB im Fokus

Der Bundesplatz stehe symbolisch für die Zerstörung durch die Klimakrise, schrieben die Aktivisten weiter. Das Parlament und der Bundesrat hätten der Flugbranche fast zwei Milliarden Franken geben und die Schweizerische Nationalbank sowie die Credit Suisse investierten weiterhin Milliarden in die Förderung fossiler Brennstoffe, kritisierten sie. Die Klimabewegung kündigte gleichzeitig weitere Aktionen gegen die institutionelle Politik, die Wirtschaftselite und den Finanzplatz bis zum 25. September an.

Zugang zu Bundeshaus nicht blockiert

Ihr Basislager errichteten die Aktivisten frühmorgens ab 04.30 Uhr auf dem Bundesplatz. In Windeseile bauten sie mehrere grosse Zelte auf, wie Zeugen berichteten. Auf Seite Bärenplatz ketteten sich Aktivisten aneinander und sperrten so die Verbindung für Autos und Busse. Die städtischen Verkehrsbetriebe leiten ihre Busse seither um. Nicht blockiert ist der Zugang zum Bundeshaus. Dort beginnt am Montag die letzte Sessionswoche der eidgenössischen Räte.

Die Kantonspolizei Bern will im Lauf des Tages über das weitere Vorgehen informieren. Der grüne Stadtpräsident Alec von Graffenried machte sich vor Ort ein Bild der Lage, ebenso Sicherheitsdirektor Reto Nause (CVP).

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