24.03.2018 19:42
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Umwelt
Klimaschutzaktion gestartet
Licht aus für den Klimaschutz: In der australischen Metropole Sydney hat am Samstag die weltumspannende «Earth Hour» begonnen. Sydneys Oper und die Hafenbrücke waren eine Stunde lang in Dunkelheit getaucht.

Weltweit wollten sich am Samstag Millionen Menschen in 187 Ländern an der Aktion beteiligen. Die Lichter wichtiger Bauwerke sollten dabei jeweils um 20.30 Uhr ausgehen.

Auch in der Schweiz wollten sich zahlreiche Gemeinden an der Aktion beteiligen. So war unter anderem geplant, das Kloster St. Gallen, den Luzerner Wasserturm oder die Castelli in Bellinzona verdunkeln zu lassen, wie der WWF Schweiz im Vorfeld bekanntgab.

Organisiert wird die alljährliche Klimaschutzaktion, die erstmals im Jahr 2007 stattfand, von der Umweltschutzorganisation WWF. In Berlin sollte die Beleuchtung am Brandenburger Tor, in Paris die des Eiffelturms ausgeschaltet werden.

Auch um den Londoner Big Ben sowie das New Yorker Empire State Building wird um 20.30 Ortszeit Dunkelheit herrschen.

Die Organisatoren beschreiben die «Earth Hour» als die grösste internationale Bewegung zum Klimaschutz. Auch Privathaushalte sind zur Teilnahme aufgerufen.

Grosse Bedrohung

Der Vorsitzende des WWF Australien, Dermot O'Gorman, sagte der Nachrichtenagentur AFP mehr als die Hälfte aller Tier- und Pflanzenarten in einigen der artenreichsten Gegenden der Welt seien bis zum Ende des Jahrhunderts vom Aussterben bedroht, wenn der gegenwärtige Trend zur Klimaerwärmung anhalte.

Die «Earth Hour» soll die Forderung nach verstärkten Anstrengungen zum Schutz von Klima und Umwelt unterstreichen. Zudem wollen die Aktivisten in diesem Jahr besonders für den Artenschutz werben. Zu den vom Klimawandel bedrohten Arten gehören laut eines vom WWF in Auftrag gegebenen Berichts unter anderem Koalas in Australien.

In dem Bericht wird ausserdem festgestellt, dass mit grosser Wahrscheinlichkeit unter anderem die Amazonas-Regenwälder vom Artensterben betroffen sein dürften. 

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