11.05.2020 17:33
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Coronavirus
Koch: «Entwicklung ist sehr gut»
Neben den Corona-Fallzahlen nimmt auch die Zahl der Hospitalisierungen und Todesfälle ab. Laut Daniel Koch, Delegierter des Bundesamts für Gesundheit (BAG) für Covid-19, sind das «sehr gute Neuigkeiten». Wenn es so weitergehe, könnten bald weitere Lockerungen folgen.

«Die Entwicklung ist sehr gut, wir können uns daran erfreuen», sagte Koch am Montag vor den Bundeshausmedien. Die Bevölkerung habe sich «hervorragend» an die Empfehlungen gehalten. Die Kurve sei stark am Abflachen.

Eindämmungsstrategie

Wenn weiterhin alle die Distanz- und Hygieneregeln einhalten, dürfte der Trend weitergehen. «Es sollte möglich sein», sagte Koch. Es gehe jetzt darum, eine erfolgreiche Eindämmungsstrategie zu starten: Alle Kontaktpersonen von Corona-Patienten würden kontaktiert und unter Quarantäne gestellt. Koch appellierte an alle, die grippeähnliche Symptome zeigten, sich testen zu lassen. «So können wir die Kurve weiter hinunterdrücken.»

Gewinner der aktuellen Situation sind laut Koch auch die Risikopersonen. «Sie müssen im Moment keine Angst haben, sich anzustecken, und können sich freier bewegen.» Ältere Personen und solche mit Vorerkrankungen sollten aber weiterhin den öffentlichen Verkehr zu Stosszeiten und Einkaufszentren meiden.

Lockerungen für Altersheime

Auch Altersheime könnten nach acht Wochen unter hartem Regime ihre Besuchsregeln lockern. Besuche sollen laut Koch unter Einhaltung von Schutzmassnahmen wieder möglich sein. Normale Familienkontakte könnten wieder gepflegt werden.

Er sei erleichtert, dass sich viele Personen wieder freier bewegen könnten, sagte Koch. «Die strengen Massnahmen haben auch negative Seiten, ein Teil dieser negativen Seiten kann nun beseitigt werden.»

Versorgungssicherheit von mehr als vierzig Tagen

Die Schweiz verfügt über genügend Hygienemasken, Beatmungsgeräte und andere medizinische Güter. Bund und Kantone haben laut Brigadier Markus Näf, Beschaffungskoordinator im Verteidigungsdepartement (VBS), eine Versorgungssicherheit von mehr als vierzig Tagen. «Praktisch überall sind Schutzmasken verfügbar in den Läden», sagte Näf am Montag vor den Bundeshausmedien. Der Bund habe rund 900'000 Packungen oder 18 Millionen Stück als Anschubleistung an den Detailhandel abgegeben.

Auch die Kantone hätten ihre Reserven wieder aufgestockt. «Das Gesundheitswesen verfügt über genügend Geräte und Schutzmaterial.» Insgesamt hätten die Behörden über 100 Millionen Hygienemasken an Lager. Näf machte klar, dass die Bestände in den vergangenen Wochen und Monaten nie ausgegangen seien.

Mehrere Millionen weitere Masken seien unterwegs. Die Notfallbeschaffungen seien aber «so weit abgeschlossen», sagte Näf. Diese seien «sehr kostenbewusst» erfolgt. Der Bund habe erst 11 Prozent der 2,45 Milliarden Franken ausgegeben, die der Bundesrat für die Beschaffungen gesprochen und das Parlament genehmigt hat.

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