Mittwoch, 2. Dezember 2020
23.10.2020 13:40
Luzern

Königs-Muni ist tot

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Von: blu/ral

Schwingerkönig Matthias Sempach musste seinen Muni «Fors vo der Lueg» Mitte Oktober schlachten lassen. Der zuvor stets gutmütige Muni zeigte sich bei Vorbereitungsarbeiten für den diesjährigen Munimärit in Thun erstmals von einer anderen Seite. Er verletzte seinen Betreuer.

Seit sieben Jahren sind der Schwingerkönig von 2013 und der Muni ein eingespieltes Team. Sempach entschied sich in Burgdorf für den Orsay-Sohn und gegen den Siegercheck in der Höhe von 30’000 Franken.

Betreuer an Rippen verletzt

«Ich würde mich auch fünf Jahre nach meinem Sieg im Sägemehl wieder für den Lebendpreis entscheiden», sagte Sempach im April 2018 zu «Schweizer Bauer». Der Muni war bekannt für seine Gutmütigkeit. 

Doch nun «Fors vo der Lueg» tot. Sempach musste den Muni schlachten lassen. Gegenüber blick.ch sagte er auch weshalb: «Bei den Vorbereitungsarbeiten für den Munimärit in Thun hat sich sein langjähriger Betreuer Hans Bichsel an den Rippen verletzt, weil Fors ihn gestossen hat. Es war das erste Mal, dass dieser Stier bösartige Züge zeigte.» 

Zu grosses Risiko

Für die Familie Sempach steht die Sicherheit und das Tierwohl im Vordergrund. «Ein Muni, der einmal weiss, wie viel Kraft er hat, wird unberechenbar. Jedes weitere Mal, wenn wir Fors aus dem Stall genommen hätten, wäre ein zu grosses Risiko für Mensch und Tier geworden.» 

Das knapp 10-jährige Tier im Stall zu stehen zu lassen, war für den gelernten Landwirt und Metzger keine Option. Deshalb wurde der Königs-Muni in der vergangenen Woche geschlachtet. 

Gefragter Stier

«Fors vo der Lueg» brachte rund 1100 Kilo auf die Waage. 2019 in Langnau wurde er mit dem Maximum von 55 98 punktiert. Der Muni war auch an öffentlichen Anlässen zu sehen. «Zweimal war er in Langnau, einmal in Bulle und einmal in Thun», sagt Matthias Sempach gegenüber «Schweizer Bauer». 

Das Sperma des Königs-Muni ist weiterhin gefragt. Gesext schaffte er es noch dieses Jahr auf Rang fünf der Swiss-Fleckvieh-Stiere. Geboren wurde der Muni am 29. Januar 2011 auf dem Betrieb von Jakob Berger in Milken BE.

Seit 2019 als Landwirt tätig

Matthias Sempach zusammen mit seiner Familie seit dem 1. Januar 2019 in Entlebuch LU den Landwirtschaftsbetrieb, auf dem seine Partnerin Heidi Jenni aufgewachsen ist. Der Hof liegt auf knapp 1000 m ü. M in der Bergzone II. Zum Betrieb gehören 15 ha Landwirtschaftliche Nutzfläche sowie auch 1,5 ha Wald. Auf dem Hof werden rund 16 bis 18 Kühe und Aufzuchttiere sowie 100 Mastschweine gehalten. 

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