23.05.2013 15:14
Quelle: schweizerbauer.ch - Reto Blunier
Bio Suisse
Kühe bestreiten erstmals einen Marathon
Nicht nur Menschen laufen einen Marathon, sondern nun auch Kühe. Die von Bio Suisse ins Leben gerufene Aktion soll zeigen, dass Bio-Kühe besonders viel Auslauf erhalten.

Kühe lieben den Gang auf die Weide. Dabei legen sie täglich eine ansehnliche Strecke zurück. So werden die zwischen 400 und 900 Kilo schweren Vierbeiner auch zu „Marathon-Läuferinnen“. 10 Biokühe aus unterschiedlichen Regionen der Schweiz werden mit einem GPS-Sendern ausgestattet. Die dabei zurückgelegten Distanzen werden aufgezeichnet. Verlassen müssen die Tiere ihren Hof somit nicht. Bio Suisse, welche den Event organisiert, ruft das Publikum auf, auf die Siegerkuh zu tippen. Unter den richtig Tippenden werden Ferien verlost.

Gewinnerkuh ist jene, die zuerst die Marathon-Distanz von 42,195 Kilometern zurückgelegt hat. Gestartet wird der Wettbewerb am 27. Mai. Tipps können auf der Website www.kuh-marathon.ch abgegeben werden. Das "Rennen" kann dort mitverfolgt werden.

Hintergrund der Aktion von Bio Suisse ist die Kommunikation des „Sonderthemas“ Tierwohl. Mit verschiedenen Massnahmen will die Dachorganisation der Schweizer Biobauern den Konsumenten vermitteln, dass Biotiere artgerecht gehalten und mit Bio-Futter gefüttert werden. „Um dies zu gewährleisten, arbeitet Bio Suisse deshalb eng mit dem Schweizer Tierschutz zusammen“, heisst es im Communiqué von Bio Suisse.

Schweizer Biokühe, -ziegen und –schafe werden zu 100 Prozent mit Biofutter versorgt. Mindestens 90 Prozent davon muss Raufutter (Gras, Heu, Klee und Kräuter) sein, der Kraftfutteranteil darf 10 Prozent nicht übersteigen. Dieser muss aus Bioanbau stammen. Hühner und Schweine werden zu 95 Prozent mit Bio-Futter ernährt.

Bei erkrankten Tieren wird gemäss dem Communiqué die Komplementärmedizin bevorzugt. Der vorbeugende Einsatz von Antibiotika ist verboten. Antibiotika dürfen, wie bei anderen Bauern auch, nur auf Anordnung eines Tierarztes eingesetzt werden. Aber im Unterschied zu konventionellen Bauern nur dann, wenn komplementärmedizinische Methoden keinen Erfolg brächten, heisst es weiter.

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