18.03.2015 17:09
Quelle: schweizerbauer.ch - sum
Armee
Kühe narren Radar
Die Armee hat laut «Blick» in Deutschland einen Radar gekauft. Der verwechselt Kühe mit feindlichen Instrumenten.

Wie der «Blick» schreibt, narren Kühe auf der Alp einen millionenteuren Radar. SVP-Verteidigungsminister Ueli Maurer musste demnach letzte Woche die Sicherheitspolitiker in Bern über Probleme bei dem Rüstungsgeschäft orientieren. Konkret geht es um ein neues Radarsystem für die Schweizer Militärflugplätze: das 296 Millionen Franken teure militärische Anflugleitsystem Mals Plus.

Im Ebenen funktionierts

Das Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) habe das System «in Deutschland ab Stange gekauft, und bei der Installation in der Schweiz kam es zu einigen Problemen», führte Maurer laut Insidern kürzlich in der sicherheitspolitischen Kommission des Nationalrats aus.

«Offenbar funktioniert das System in der Ebene, aber wenn sich in den Bergen an den Hängen zum Beispiel eine Kuh bewegt, nimmt der Radar diese Kuh als feindliches Instrument wahr und das stört», so Maurer. «Der Lieferant hat grosse Mühe, das System auf unsere Verhältnisse anzupassen, und das hat zu einer Verzögerung geführt.»

Airbus abgemahnt

Eigentlich hätte das 2009 vom Parlament bewilligte System laut «Blick» bis Ende 2016 installiert sein sollen. Doch das Projekt verzögere sich um Jahre und werde erst 2020 bereit sein. Der als Generalunternehmer beauftragte Rüstungskonzern Airbus DS wurde abgemahnt und bekam eine Frist gesetzt, um die Mängel zu beheben.

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