Sonntag, 29. November 2020
17.10.2020 06:01
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Landfrauenküche bei Hüberlis Familiensache

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Von: Therese Krähenbühl

In der vierten Folge der SRF-Landfrauenküche geht es für die Kandidatinnen zu Vreni Hüberli ins Toggenburg. Dort erwartet sie die Köchin mit einem Familienrezept.

Die Landfrauen kochen weiter. Und das ist eine wahre Wohltat nach einer Woche, in der im TV einmal mehr nur das C-Thema dominierte.

Eine schöne Familie

Die Herausforderungen, denen sich Vreni Hüberli und ihre Familie stellen müssen, sind handfester Natur. Denn zu Beginn der Sendung soll «Überigfahre» werden. Die Tiere kommen zurück von der Alp. Das Ganze passiert mit vereinten Kräften. Vreni, ihr Mann Walter und ihre vier erwachsenen Kinder packen alle zusammen mit an. Und schlussendlich ist der wunderbar choreografierte Alpabzug ein wahrer Augen- und Ohrenschmaus. Alle tragen Tracht und dazu wird ein wunderbarer Naturjutz angestimmt.

Unten im Tal geht es dann an die Vorbereitungen fürs Landfrauenessen. Vrenis Schwiegermutter steuert nicht nur die Rüebli fürs Essen bei, sondern von ihr kommt auch das Rezept für den Hackbraten, den Vreni den Landfrauen servieren will. Sowieso ist es schön zu sehen, wie gut das Verhältnis zwischen Vreni und ihren Schwiegereltern ist. Das hat sicher auch damit zu tun, dass Vrenis Vater verunglückte, als sie 20 Jahre alt war. Darum übernahm sie damals schon den elterlichen Hof. Milchwirtschaft, Aufzucht und die Produktion von Eiern sind die Hauptstandbeine ihres Betriebes. 

Kochen mit Hindernissen

Wer Vrenis Lebensgeschichte kennt, versteht, warum ihr das Wohlergehen ihrer Familie so wichtig ist. So sagt sie dann auch, dass es sie dann am glücklichsten sei, wenn es ihrer Familie gut gehe. Das finde ich sehr, sehr schön.

Vreni selber geht es dann beim Kochen eigentlich auch gut. Sie scheint in der Küche viel Routine zu haben. Zur Vorspeise serviert sie einen Salat mit Eierbrötchen und einer kleinen Omelette, die sie mit Frischkäse und Mostbröckli füllt. Damit macht sie einer Landfrau gar keine Freude. Eveline Villiger ist schliesslich Vegetarierin und möchte kein Mostbröckli essen.

Fleisch für Vegetarierin

Wäre schade, wenn sich Vreni dafür Abzug einhandeln würde. Denn es wäre ja eine Kleinigkeit gewesen, die Omelette nur mit Frischkäse zu füllen. Leider passiert das Gleiche dann auch nochmal beim Hauptgang. Zum Hackbraten, den Rüebli und den Knöpfli gibt es auch noch Bohnen im Speckmantel.

Und obwohl Vreni für Eveline eine Fleischalternative vorbereitet hat, landet doch prompt wieder ein Bohnenbündel mit Speck auf Evelines Teller. Bös meint das Vreni sicher nicht und ich muss gestehen, dass ich es schon schwierig finde, wenn man bei einem Essen noch viele verschiedene Varianten kochen muss. Bei meiner Mutter hiess es immer: «Man isst, was auf den Tisch kommt.»

Ein stimmiger Schluss

Ich freue mich sehr, dass Vreni Hüberli zum Schluss mit ihrem Dessert einem «Beeritraum mit Heidelbeer Nidelflade» nochmals so richtig punkten kann. Und so der Abend mit diesem kleinen, vegetarischen Missgeschick doch noch stimmig zu Ende geht.

Am Freitag 23.10.2020 um 20.05 Uhr bekocht dann Maya Baer aus Rifferswil ZH die Landfrauen.

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