10.10.2020 06:01
Quelle: schweizerbauer.ch - Therese Krähenbühl
Blog
Landfrauenküche: Es geht auch vegetarisch
Eveline Villiger aus Auw AG sorgt in der dritten Folge der 14. Staffel «SRF bi de Lüt – Landfrauenküche» für ein Novum: Sie kocht ein vegetarisches Menü.

Diese Woche wird den Zuschauern der Landfrauenküche eine Premiere geboten: Eveline Villiger aus Auw AG bekocht die Landfrauen mit dem ersten vegetarischen Menü in der Geschichte der Sendung.

Passionierte Biobäuerin

Sie ist selber seit langer Zeit überzeugte Vegetarierin und das obwohl sie selber auf ihrem Hof Salers-Rinder für die Fleischproduktion hält. Es sei für sie kein Widerspruch zu ihren Überzeugungen, dass auch von ihrem Hof Tiere in die Fleischproduktion gelangen würden. Wenn Tiere schon gegessen würden, sei es ihr wichtig, dass diese wenigstens ein gutes Leben gehabt hätten, betont Eveline Villiger.

Eigentlich war sie ursprünglich Gärtnerin. Als es darum ging, wer den Hof ihrer Schwiegereltern übernehmen möchte und keine Interessenten da waren, sprang Eveline Villiger ein. Sie besuchte entsprechende Kurse und ist heute Biobäuerin mit Leib und Seele. Den grünen Daumen hat sie sich aber bewahrt und baut in ihrem Garten eine Vielzahl Gemüse an. Dieses kommt dann auch beim Essen für die Landfrauen zum Einsatz.

Kochen mit Hindernissen

An der Arbeit auf dem Hof schätzt Eveline Villiger auch, dass sie so zwar arbeiten und trotzdem für die drei Kinder Sarina, Florin und Aurel da sein und ihr Mann René auswärts bei der Post arbeiten konnte. Während ihre zwei älteren Kinder bereits in der Ausbildung sind, besucht Aurel noch die Schule. In der Sendung hat er mit seinem kaputten Mofa zu kämpfen, bringt es dann aber schlussendlich doch noch zum Laufen.

Das erste vegetarische Essen der Landfrauenküche ist theoretisch ein Hochgenuss. Zur Vorspeise serviert Eveline Villiger ein Kürbis-Carpaccio mit Nussbrötli dazu. Da klappt auch noch alles gut. Danach wird es aber etwas turbulent. Denn zum zweiten Gang will die Landfrau Ravioli mit verschiedenen Saucen und Füllungen (Randen, Gemüsemischung und Ricotta-Kräuter) servieren. Das Ganze erweist sich als ziemlich komplex.

Dessert als Knacknuss

Denn die hausgemachten Ravioli wollen sich nicht recht «büschelen» lassen und die Saucen verlaufen zu sehr. Schmecken tut es den anderen Landfrauen trotzdem. Sie rühmen das Essen und meinen, dass ihnen das Fleisch überhaupt nicht fehle. Nach der Zitterpartie beim Hauptgang erweist sich dann auch noch das Dessert als Knacknuss. Evelines Schoggiküchlein mit flüssigem Kern gehen kaputt. Aber auch da reagieren ihre Kolleginnen verständnisvoll. 

Ich muss sagen, dass mir dieser wohlwollende Umgang, den die Frauen untereinander haben, sehr gefällt. Denn diese Wettbewerbs-Situation ist sicher nicht einfach für die Teilnehmerinnen.

Am Freitag 16.10.2020 um 20.05 Uhr bekocht dann Vreni Hüberli aus Ennetbühl SG die Landfrauen.

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