Sonntag, 29. November 2020
31.10.2020 06:00
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«Landfrauenküche»: Sie ist keine 0815-Landfrau

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Von: Therese Krähenbühl

In der sechsten Folge der 14. Staffel «SRF bi de Lüt – Landfrauenküche» besuchen die Kandidatinnen Ilona Thétaz in Saxon VS. Sie ist keine 0815-Landfrau und kocht dann auch etwas anders, als sich die Zuschauer das gewohnt sind.

Ilona Thétaz ist die jüngste Teilnehmerin der diesjährigen Landfrauenküche. Und trotzdem bringt sie schon ein ordentliches Paket Lebenserfahrung und auch eine schöne Portion Selbstbewusstsein mit. Ilona lebt mit ihrer kleinen Tochter Emma in Saxon VS, ist Winzerin, baut Bio-Aprikosen an und züchtet Schafe. 

Feiner Geruchs- und Geschmackssinn

Schon in früheren Sendungen ist mir aufgefallen, dass Ilona sehr differenziert über den Geschmack von Speisen spricht und dachte mir, dass das mit ihrem Beruf zu tun hat. Eine wichtige Voraussetzung für die Winzer ist schliesslich ein feiner Geruchs- und Geschmackssinn. Deshalb habe ich mich schon sehr auf die Folge mit Ilona Thétaz gefreut und war gespannt, was sie kochen wird.

Salat vom Grill

Meine Erwartungen von einem speziellen und garantiert nicht gewöhnlichen Landfrauenessen werden dann auch von Ilona erfüllt. Zur Vorspeise serviert sie den Landfrauen Filetierte Bergforelle, die ein Kollege für sie gefangen hat, und Salat. Beides grilliert sie auf dem Feuerring. Grillierter Salat ist aktuell in der Foodszene sehr angesagt.

Das Ganze rundet sie mit einem feinen Dressing ab. Ich glaube, die anderen Frauen staunen nicht schlecht über den grillierten Salat. Einzig, dass sie keine Dekoration auf den Teller gepackt habe, wird kritisiert. Aber auch da orientiert sich Ilona Thétaz halt ganz am derzeit angesagten Purismus.

Lamm wird unterschätzt

Bei der Landfrauenküche denke ich ja oft, dass ich gerne mitessen würde. Und wenn ich etwas wirklich gerne probiert hätte, dann wäre das der Hauptgang von Ilona Thétaz, der aus Lammwurst, Kartoffelstock und Aprikosenchutney besteht. Ich finde es so gut, dass sie etwas mit Lamm serviert. Denn meiner Meinung nach wird Lamm immer verkannt, obwohl es sich dabei um sehr gutes Fleisch handelt. Die Würste hat sie übrigens selber gemacht und auch wieder auf dem Grill zubereitet. 

Umami bis zum Schluss

Zum Abschluss kredenzt Ilona Thétaz den Landfrauen ein Aprikosensorbet mit Safranschaum und Frischkäsekugeln. Auch hier treffen wieder viele Aromen auf einem Teller zusammen und es ist sicher kein gewöhnliches Dessert. Aber eben, genau darin liegt die Besonderheit des Menüs von Ilona Thétaz. Schliesslich spricht man in der Kochkunst davon, dass erst das Zusammentreffen von vielen verschiedenen Geschmackskomponenten wie süss, sauer, salzig, bitter und pikant dem Essen das Gewisse Etwas – im Fachjargon Umami genannt – verleihe. Und daran hat sich Ilona Thétaz definitiv gehalten.

Am Freitag 6.11.2020 um 20.00 Uhr bekocht dann Barbara Matter aus Rumendingen BE als letzte Kandidatin dieser Staffel die Landfrauen.

7 Responses

  1. Ich finde das Ilona das ausgezeichnet gemeistert hat. Das ewige nörgeln, Gemüse fehlt oder die Dekoration……..
    Ich finde jede Landfrau gibt ihr Bestes. Jede auf eine andere Art. Das sollte man mehr respektieren und Achtung haben vor den Frauen die das mit viel Herzblut arrangieren. Darum sehe ich auch nicht ein, warum das eine Bewertung geben muss. Aber das ist eine andere Geschichte.
    TV Komerz…….Hauptsache die Einschaltquoten stimmen!!!!!!

  2. ich habe mich riesig über ilonas auftritt gefreut, mit dem speziellen menu hat sie den nagel auf den kopf getroffen, und ich hatte das gefühl, dass die mitbewerberinnen ob der einfachheit des essens enttäucht waren. Gratulation

  3. ich kann mich dem Kommentar von Ruth Flury anschlissen

    Gratuliere Ilona für den supper Auftritt.
    wir essen ja nicht die Dekoration.
    der Neid der Mitbewerberinnen war spürbar.

  4. Das war super,was Ilona gekocht hat.Da

    S was sie auf dem Hof produziert.
    DIESE SCHNIG SCHNAG Präsentation von Landfrauenküche wirft ein ganz falsches Bild auf die Ladwirdschaft,denn die realität ist nähmlich so,dass nicht alle Bauernbetriebe so gut dastehen!

  5. Herzliche Gratulation Ilona…
    Von großem Interesse habe ich Ihren Beitrag mitverfolgt.
    Ilona war so sich selber und hatte den Mut genau so Ihr Menu authentisch zu Ihrem sehr interessanten Alltag und Leben, einfach, gut und erlebnisreiche zu gestalten.
    Ich schließe mich dem an, es muss keine 5 Sterne Küche sein, unsere beliebte Landfrauen Tour.
    Herzliche Gratulation an Alle!
    Carla

  6. Schade das Ilona nicht gewonnen hat, denn mit den eigen Händen fast alles selber hergestellt und ohne Männerkraft ist bewunderungswert. Für mich/uns bist du die Siegerin ist wirklich eine Bäuerin

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