Mittwoch, 2. Dezember 2020
30.10.2020 12:10
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«Landfrauenküche»: Überraschungen

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Von: mgt

Für einmal reisen die Landfrauen ins Unterwallis. Dort begrüsst sie Ilona Thétaz à la façon valaisanne mit Raclette über dem Feuer. Sie mag es rustikal und einfach, aber auch ungewöhnlich und wild. Thétaz sorgt damit am Landfrauenessen für Überraschungen. Die Sendung wird am Freitag um 20.05 Uhr auf SRF 1 ausgestrahlt.

Ilona Thétaz hat sich mitten in den Aprikosenhainen ein kleines Paradies geschaffen. Zusammen mit ihrer vierjährigen Tochter Emma wohnt sie in einem Häuschen mit bunten Wänden und alten Möbeln.

Schafe grasen unter Aprikosen

Durch den Garten spazieren Hühner und ein Hahn, von der Weide ruft der Esel, die Hunde bellen freudig und die Schafe weiden friedlich unter den Aprikosenbäumen. Die Schafe haben der kleinen Farm auch ihren Namen gegeben: Ô fâya farm. In altem Walliser Patois bedeutet dies «bei den Schafen».

Die Schafe hält Ilona Thétaz, damit sie das Gras und Unkraut unter ihren Aprikosenbäumen abfressen. Aus dem Fleisch der Tiere macht die gelernte Winzerin und Weintechnologin unter anderem Lammwürste. Solche stellt sie auch für die Landfrauen her. Sie stopft sie von Hand in ihrer bunten Küche. Rustikal und einfach, wie sie es eben mag.

Hof liegt abgelegen

Auf der Ô fâya farm geht die Arbeit nie aus. Darum steht Ilona bereits um halb fünf Uhr auf, versorgt die Tiere und führt den Haushalt, bis es Zeit ist, ihre Tochter zu wecken. Emma geht seit Kurzem in den Kindergarten. Da die Ô fâya farm ziemlich abgelegen liegt, fährt Ilona ihre Tochter mit dem Auto hinunter ins Dorf. Bis zum Schulhaus geht es dann zu Fuss quer durch die Häuser, schliesslich soll das Bauernkind auch etwas vom Dorfleben mitbekommen.

Ilona Thétaz und der Vater von Emma leben getrennt. Emma verbringt gleich viel Zeit bei Mutter und Vater und auch die Grossmutter Marlis kümmert sich liebevoll um die Enkelin. Ilonas Eltern sind vor ein paar Jahren aus dem Luzernischen ins Wallis gezogen, um näher bei Tochter und Enkelin zu sein. Ihre Familie hilft Ilona auch tatkräftig mit beim Landfrauenessen. Mutter Marlis kocht und dekoriert mit und Schwester Flurina reist extra aus Zürich an, um zu servieren.

Es wird «wild» 

«Wild» ist ein Wort, das Ilona Thétaz gerne braucht. Sie produziert «wilde» Weine, ungefiltert, ohne Schwefel und chemische Zusätze, mit buntem Etikett und unkompliziert verschlossen mit gleichem Deckel wie ein Bier. Wild geht es während der Aprikosenernte zu und her, früh morgens und spät abends liest Ilona die Früchte ab, tagsüber fährt sie quer durch die Schweiz, um sie an die Leute zu bringen.

Wild ist auch ihr Auftritt vor den Landfrauen. Barfuss hievt sie die schwere Holztüre, auf der ihr Menu steht, an den Nagel an der Wand. Und wild kocht Ilona Thétaz schliesslich auch für die Landfrauen: Sie brät Fisch und Lammwurst auf dem Feuerring im Garten – und sogar Salat.

Ausstrahlung: Freitag, 30. Oktober 2020, 20.05 Uhr, SRF 1

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