26.09.2020 06:01
Quelle: schweizerbauer.ch - Therese Krähenbühl
Blog
Landfrauenküche: Viel Lebensfreude und Normalität
Mit einem Appenzeller Rollbraten eröffnet Marianne Dietrich aus Schwellbrunn AR den Kochreigen der 14. Staffel «SRF bi de Lüt – Landfrauenküche». Sie und ihre Familie sind eine wahre Wohltat an Normalität, Familiensinn und Lebensfreude.

Sie kochen wieder! Ja, auch in diesem Jahr, in dem so viele Dinge etwas anders sind, schwingen die Landfrauen in der TV-Sendung «SRF bi de Lüt – Landfrauenküche» den Kochlöffel.

Zwischen Alp und Tal

Und das macht vor allem eines: einfach glücklich! Denn auf den Landwirtschaftsbetrieben geht das Leben trotz Corona weiter, die Arbeit hört nicht auf und es muss rundum angepackt werden. Das zeigt die Auftaktsendung, bei der die sechs weiteren Kandidatinnen und auch die Zuschauer vor den TV-Geräten bei Marianne Dietrich aus Schwellbrunn AR zu Besuch sein dürfen, ganz deutlich.

Mariannes Leben spielt sich nicht nur auf dem Hof im Tal, sondern im Sommer auch zu einem grossen Teil auf der Schwägalp ab, wo die Familie ihre Tiere sömmert und während den Schulferien auch wohnt. Strom gibt es dort nicht, heisses Wasser auch nicht und gekocht wird auf zwei Herdplatten. Ursprünglich und wohltuend normal eben. Es ist auch schön anzusehen, wie die Familie, bestehend aus Marianne, ihrem Mann Hansueli, den Zwillingssöhnen Christian und Hansueli und Tocher Franziska das Alpleben meistert. Man hilft und unterstützt sich und jeder packt mit an.

Typisches Appenzeller-Menü

Fürs Landfrauenessen geht es dann aber für Marianne und ihre Familie wieder auf den Bauernhof zurück. Zwei Herdplatten reichen dann doch nicht, um ein ganzes Landfrauenmenü zu kochen. Marianne will bei den anderen Kandidatinnen mit einem typischen Appenzeller-Menü punkten: Dieses besteht aus einem Salat mit paniertem Edelweisskäse zur Vorspeise, einem Rollbraten mit Kartoffelstock und überbackenen Zucchetti zum Hauptgang und einem Biberfladen-Parfait zum Dessert.

Leider macht Marianne beim Kochen ihr hochmoderner Backofen einen Strich durch die Rechnung. Er hat zu wenig Hitze und der Braten will irgendwie nicht ganz durch werden. Die anderen Landfrauen sind aber gnädig mit Marianne, die als erste Köchin der 14. Staffel auch nicht eine ganz so einfache Rolle hat. Auch Frohnatur Marianne lässt sich davon nicht unterkriegen und macht einfach weiter. So soll es sein.

Gänsehaut pur

Und für die Zuschauer zählt ja in erster Linie der unterhaltsame Fernsehabend, welcher der Besuch bei Familie Dietrich definitiv allen vor dem TV-Gerät beschert. Ein besonderer Gänsehautmoment der Sendung ist übrigens der, als Mariannes Buben mit Unterstützung von Freunden ein Zäuerli anstimmen. Es könnte sein, dass zumindest die Autorin dieses Blogbeitrages dabei ein bisschen nasse Augen hatte…

Am kommenden Freitag, 2. Oktober 2020 um, bekocht ab 20.05 Uhr Anita Estermann aus Nottwil LU die Landfrauen.

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