28.12.2019 06:03
Quelle: schweizerbauer.ch - Therese Krähenbühl
Blog
Landfrauenküche: Von Schutzengeln und Urner Spezialitäten
Bevor heute Samstagabend um 20.10 Uhr das grosse Finale der SRF Landfrauenküche ausgestrahlt wird, muss nun auch noch Theres Marty aus Bürglen UR zeigen, was sie kulinarisch auf dem Kasten hat. Sie ist die letzte der sieben Kandidatinnen, welche für die Landfrauen kocht.

Nicht nur das Essen ist in dieser Folge eine interessante Sache, sondern auch Theres Marty ihre Lebensgeschichte. Unter Tränen erzählt sie, wie sie sich einige Jahre zuvor bei einem Autounfall das Genick gebrochen hat und nur ganz knapp und wohl Dank sehr vieler Schutzengel überlebte. Dieses Erlebnis habe ihr gezeigt, wie wertvoll das Leben sei und dass man es bis zur letzten Sekunde leben und auskosten müsse. Das sind definitiv sehr weise Worte!

Trotz ihrem Unfall fährt Theres heute wieder Auto, was ich sehr bewundernswert finde. So abgelegen wie sie wohne, sei das gar nicht anders möglich, erklärt sie dazu. Denn der kleine Hof der Familie Marty liegt wirklich sehr hoch oben am Hang und ist nur über eine enge, kurvige Strasse zu erreichen. 

Amor meinte es gut

Auch die Liebesgeschichte von Theres und ihrem Mann Meiri geht zu Herzen. Sie hat sich bereits als junges Mädchen in ihn verliebt, als sie ihn auf dem Cover einer CD sah, die er zusammen mit seinem Bruder aufgenommen hat. Weil sie einige Jahre jünger ist als er, sah es erst nicht danach aus, als ob diese Liebe eine Chance haben könnte. Doch Amor meinte es gut mit Theres und heute hat sie vier Kinder mit ihrem Schwarm aus Teenagertagen.

Dieser Schwarm stellt sich übrigens auch beim Essen für die Landfrauen gut an und bereitet nicht nur einen schönen Raum für das Apéro vor, sondern gibt sich auch grosse Mühe beim Servieren. Die anderen Kandidatinnen sind jedenfalls begeistert von Meiri.

Nicht ganz saisonal

Beim Menü für die Landfrauen setzt Theres Marty ganz auf Urner Spezialitäten. Einzig bei der Vorspeise macht sie eine Ausnahme und kocht eine nicht ganz so regionale und saisonale Zucchini-Käse-Paprika-Suppe. Obwohl der Geschmack der Suppe von den anderen Kandidatinnen gelobt wird, erntet Theres Marty für die mangelnde Regionalität und Saisonalität Kritik. 

Weiter geht es dann beim Hauptgang mit einem Horückensteak an einer Balsamicosauce mit Polentaschnitten und Kohlrabi. Dem Steak verpasst Theres ihr Sohn Hanspeter dann noch ein besonderes Gepräge, indem er einen Uristier einbrennt.

Zum Abschluss serviert die Köchin eine traditionelle Bristner Nidle mit getrockneten Birnen und eine Urner Pastete. Ob sie damit die Landfrau des Jahres 2019 wird, erfahren die Zuschauer heute Abend beim grossen Finale.


SCHWEIZER BAUER
BEKANNTSCHAFTEN
DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE