23.11.2019 06:14
Quelle: schweizerbauer.ch - Therese Krähenbühl
Blog
Landfrauenküche: Warum Astrid Murpf ein Vorbild ist
Die neuste Folge der Landfrauenküche geht so richtig zu Herzen. Astrid Murpf und ihre Familie aus Halse LU zeigen, wie man das Leben auch unter schwierigen Umständen packen kann.

Während die Landfrauenküche für mich normalerweise der beschwingte Ausklang der Woche ist, brauche ich etwas länger, bis ich die aktuelle Folge verdaut habe. Das ist aber auch gut so, denn der Besuch bei Familie Murpf aus Hasle LU, den ich als Zuschauerin so bequem vom Sofa aus machen kann, berührt mich sehr.

Die Gründe dafür sind vielfältig. Es ist nicht nur das Schicksal der beiden Töchter Melanie und Ilona, die beide an einer seltenen Krankheit leiden, sondern auch die Art, wie die Familie zusammenlebt und nicht zuletzt der liebevolle Umgang von Astrid Murpf und ihrem Mann Stefan. Eigentlich könnten sie mit ihrem Schicksal und der Tatsache, dass gleich zwei ihrer Kinder an einer schweren Krankheit leiden, hadern. Das tun sie aber nicht. «Es wird einem im Leben nicht mehr aufgeladen, als man tragen kann», erklärt Stefan Murpf in der Sendung. Er und seine Frau suchen Trost und Kraft im Glauben und meistern ihr Leben so trotzdem mit viel Mut und Zuversicht.

Ein gutes Team

Gerade wegen der schwierigen, familiären Situation hat Stefan Murpf seine Frau ermutigt, bei der Landfrauenküche mitzumachen. Und offenbar war das genau richtig. Denn es zeigt sich, dass Astrid und Stefan nicht nur in ihrer Funktion als Eltern und Bauern ein gutes Team sind, sondern auch im Einsatz für die Landfrauen. Astrid hat ein Essen mit stark regionalem Bezug vorbereitet. Die Zutaten dafür kommen praktisch alle vom eigenen Hof, aus dem eigenen Garten und dem Wald, der den etwas abseits gelegenen Aeschitannehof umgibt. 

Beliebte Vorspeise

Interessanterweise ist es die Vorspeise, welche die anderen Kandidatinnen absolut am meisten zu begeistern scheint. Die Köchin serviert eine Randensuppe mit Roastbeef und Tartarsauce. Auf die Vorspeise folgt zum Hauptgang ein Kartoffelgratin mit verschiedenfarbigen Rüebli und einem Rollbraten an Rotweinsauce. Über den Rollbraten freut sich besonders Brigitte Inderbitzin, die bereits im Poschi auf dem Weg zur Familie Murpf ankündigte, dass sie heute Lust auf einen Rollbraten habe. Das Menü wird mit einer gebrannten Creme mit einer Birne, einem Heidelbeermousse und Luzerner Lebkuchen abgerundet. Auch für das erhält die Köchin viel Lob.

Tränen in der Küche

Während die anderen Kandidatinnen die Kochkünste von Astrid Murpf noch am Bewerten sind, fliessen bei der Köchin in der Küche Tränen der Erleichterung. Und da gestehe auch ich mir ein paar Tränchen ein, die ich die ganze Sendung über zurückgehalten habe. Nicht weil ich traurig bin und schon gar nicht aus Mitleid. Sondern weil mich diese Familie, ihr liebevoller Umgang und die Demut, mit der sie ihr Schicksal tragen, tief berührt. Astrid Murpf ist eine richtige Powerfrau, die man sich zum Vorbild nehmen sollte. Ich werde sicher noch viel an sie denken!

Was Astrid Marlies Bärtschi aus Röthenbach BE ihren Gästen kochen wird, erfahren die Zuschauerinnen und Zuschauer am 29. November 2019, wenn es wieder heisst «SRF bi de Lüt – Landfrauenküche».

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