18.04.2019 19:08
Quelle: schweizerbauer.ch - sda/blu
Deutschland
Landwirt streitet «Gülle-Mord» ab
Im deutschen Schwaben soll ein Landwirt seine Ehefrau mit Gülle umgebracht haben. Die Augsburger Staatsanwaltschaft hat gegen den 54-Jährigen Anklage wegen Mordes erhoben. Motiv soll die von der 51-Jährigen geplante Trennung gewesen sein. Der Landwirt streitet die Vorwürfe ab.

Der 54-Jährige soll die 51-Jährige mit Gülle umgebracht haben, lautet die Anklage. Als Motiv wird Habgier genannt. Das berichtet die Zeitung «Bild» unter Berufung auf Ermittler. Die Zeitung bezieht sich auf die Verletzung am Hinterkopf der Frau sowie weitere Indizien. 

Der Bauer selbst bestreitet die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft. Es sei ein tragischer Unfall gewesen, zitiert Bild den Verteidiger des Landwirts. Gemäss dessen Schilderung ist die Frau in die Grube gestiegen, ausgerutscht und daraufhin hingefallen. Die Bauersfrau habe sich noch selbst befreien können, brach dann jedoch zusammen, sagte der Verteidiger. Als der Landwirt seine Frau fand, habe er den Notarzt gerufen. Die Theorie der Staatsanwaltschaft sei abenteuerlich.

Der Bauer habe befürchtet, in dem Fall das Vermögen des Paares von mehr als 130'000 Euro nicht für sich alleine behalten zu können, erklärte hingegen Oberstaatsanwalt Matthias Nickolai am Montag. Einen Termin für einen Prozess vor dem Landgericht Augsburg gibt es noch nicht.

Die Leiche der Frau aus Wallerstein (Landkreis Donau-Ries) war im September 2018 in der Nähe einer Güllegrube entdeckt worden. Bei der Obduktion war Gülle im Körper festgestellt worden, zudem soll das Opfer Schläge gegen den Kopf erhalten haben. Wie genau die 51-Jährige von ihrem Ehemann getötet worden sein soll, berichtete Nickolai nicht. Dies müsse im Strafprozess geklärt werden.

SCHWEIZER BAUER
BEKANNTSCHAFTEN
DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE