9.07.2020 16:29
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Unfälle
Landwirtschaft: 16 Tote bei Unfällen
Die Beratungsstelle für Unfallverhütung in der Landwirtschaft (BUL) muss für das erste Halbjahr 2020 eine traurige Bilanz verkünden. 16 Personen sind bei Unfällen in der Landwirtschaft verstorben.

Gemäss BUL liegen die Zahlen im Bereich des Vorjahres. Im ersten Halbjahr haben 18 Personen bei Unfällen ihr Leben verloren. 

Fahrzeugstürze als Hauptunfallursache 

In den ersten sechs Monaten verloren fünf Personen ihr Leben aufgrund eines Fahrzeugsturzes mit Überschlag im Gelände oder infolge Abkommen von der Fahrbahn. Eine Person wurde infolge eines Aufpralls aus dem Traktor geschleudert und in der Folge vom landwirtschaftlichen Anhänger überrollt. 

Eine weitere Person geriet beim Arbeiten im Bereich eines manövrierenden Traktors unter das Fahrzeug. Ein Mensch verlor sein Leben beim Abhängen eines Arbeitsgeräts. Er wurde zwischen Traktor und Gerät eingeklemmt.

Mehrere Tote im Wald

Im ersten Halbjahr gab es leider auch mehrere tödliche Unfälle im Wald. Sechs Personen wurden bei Fällarbeiten durch die Baumstämme oder zurückschlagende Baumteile getroffen. Eine Person wurde bei Aufräumarbeiten durch einen ins Rutschen gekommenen Stamm erfasst und tödlich verletzt. 

Im Zusammenhang mit landwirtschaftlichen Ereignissen hat eine Drittpersonen ihr Leben verloren. Beim Kreuzen eines Anhängerzuges stürzte die Person von ihrem Fahrrad und geriet unter den Anhänger. 

Die BUL bezieht sich bei ihrer Statistik auf Meldungen aus den Medien und der Polizei. Da für landwirtschaftliche Unfälle keine Meldepflicht besteht, können keine statistisch verlässlichen Aussagen gemacht werden.

«Die Beratungs- und Weiterbildungsangebote der BUL zur landwirtschaftlichen Unfallprävention stehen allen Betrieben offen und helfen, Risiken im Arbeitsalltag zu minimieren», heisst es in der Mitteilung.

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