17.12.2016 16:42
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
EU
Landwirtschaft beim Klimaschutz berücksichtigen
Die EU-Agrarminister pochen darauf, dass bei den Klimaschutzzielen der EU die Belange der Landwirtschaft ausreichend berücksichtigt werden. Das wurde bei der langen Aussprache der Minister beim EU-Agrarrat in Brüssel deutlich.

Auch auf Betreiben Deutschlands hin war der Vorschlag der EU-Kommission über die Einbeziehung der Emissionen und des Abbaus von Treibhausgasen aus Landnutzung, Landnutzungsänderung und Forstwirtschaft (LULUCF) in den Rahmen für die Klima- und Energiepolitik bis 2030 zur Erreichung der Ziele im Zuge des Pariser Klimaabkommens wieder auf die Tagesordnung gekommen.

Klimafreundliche Landwirtschaft

Der EU-Agrarrat hatte am 22. Oktober 2015 einen ersten Gedankenaustausch über klimafreundliche Landwirtschaft und am 17. Mai 2016 einen zweiten Gedankenaustausch über Landwirtschaft und Klima durchgeführt. Da eine Vielzahl an technischen Fragen noch nicht geklärt ist, gingen die Meinungsäußerungen jedoch über einen gewissen Punkt nicht hinaus.

Einig waren sich die Minister aber über die Sonderrolle der Bodennutzung bei Treibhausgasemissionsreduktionen, da dadurch gleichzeitig Treibhausgase emittiert und CO2 aus der Atmosphäre entfernt werde. Nach der vorgeschlagenen LULUCF-Verordnung sollen die Mitgliedstaaten sicherstellen, dass die Treibhausgasemissionen im Gleichgewicht bleiben und dass der gesamte LULUCF-Sektor keine Nettoemissionen erzeugt. Um die Mitgliedstaaten bei der Einhaltung der Regeln zu unterstützen, sind mehrere Flexibilitätsregelungen vorgesehen. Der Vorschlag wird vor allem im EU-Umweltrat diskutiert.

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